Europa-Journal
Drogenkonsum in Europa, Gibraltar, Deutschland, EU und Brexit
Mehr Opioide: Europas Drogenmarkt wächst - und wird gefährlicher +++ Straße von Gibraltar: Europas Einfallstor für Drogen +++ Spritzen unter Aufsicht: Drogenkonsumräume in Deutschland +++ EU: Die vergessene "Generation Brexit" im Gespräch
26. Juni 2026, 18:25
Mehr Opioide: Europas Drogenmarkt wächst - und wird gefährlicher
Der Konsum von Kokain, Crack und Ketamin steigt in Europa weiter rasant. Darüber hinaus werden synthetische Drogen wie Opioide und neue psychoaktive Substanzen zunehmend zum Problem. Warum das so ist und welche regionalen Unterschiede es innerhalb Europas gibt, erklärt Drogenexperte Thomas Pietschmann vom UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in Wien. Er spricht über die wichtigsten Erkenntnisse des neuen Weltdrogenberichts der Vereinten Nationen.
Straße von Gibraltar: Europas Einfallstor für Drogen
Die Südküste Spaniens ist inzwischen einer der größten Drogen-Hotspots in Europa. Die Meerenge von Gibraltar gilt als Einfallstor für den Drogenschmuggel - insbesondere von Kokain und Haschisch. Die lokalen Behörden scheinen machtlos, denn die Schmuggler und Kartelle passen sich laufend an die Maßnahmen des Zolls und der Polizei an. Routen werden verlagert und das Angebot weiter ausgebaut. Maren Häußermann hat die Drogenfahnder im Hafen von Algeciras bei ihrer Arbeit begleitet.
Spritzen unter Aufsicht: Drogenkonsumräume in Deutschland
Seit über 30 Jahren gibt es in Deutschland sogenannte Drogenkonsumräume. Suchtkranke Menschen können dort in einer sterilen Umgebung und unter medizinischer Aufsicht Drogen konsumieren. In Österreich verbietet das Suchtmittelgesetz die Einrichtung solcher Räume. Die Betreiber in Deutschland ziehen eine positive Bilanz: "Schadensbegrenzung" laute die Devise, Konsumräume würden regelmäßig "Leben retten". Andreas Pfeifer hat einen Drogenkonsumraum in Berlin besucht.
EU: Die vergessene "Generation Brexit" im Gespräch
Diese Woche jährt sich das Brexit-Referendum zum zehnten Mal. Für mehr als eine Million Britinnen und Briten, die in den EU-Mitgliedstaaten leben, bedeutete der Brexit das abrupte Ende des europäischen Traums - und der Beginn eines bürokratischen Albtraums. Aufenthaltsrechte müssen neu geregelt, und Arbeitsgenehmigungen beantragt werden. Tim Cupal und Marlene Stocker aus dem ORF-Büro Brüssel haben mit Britinnen und Briten über ihre persönlichen Brexit-Folgen gesprochen.
Moderation: Martha Georgiew
