Radiokolleg

Gesamterlebnis Flamenco (1)

Mythos und Musikmagie

Flamenco vereint Rhythmus, Stimme und Bewegung zu einem leidenschaftlichen, mitreißenden Gesamterlebnis, das weit über Spanien hinaus fasziniert. Zwischen Melancholie, Leidenschaft und Freude zeigt er mit seinen musikalischen und tänzerischen Formen die Vielfalt menschlicher Emotionen. Ein Blick auf Flamenco hierzulande und die Menschen dahinter.

Die erste Folge widmet sich den Ursprüngen und den vielfältigen Einflüssen, die im Flamenco vereint wurden, zwischen Entstehungslegende und moderner wissenschaftlicher Forschung. Im Zentrum steht der Flamenco als komplexes und faszinierendes Musikgenre. Unterschiedliche "Palos" (Stile) prägen seine Vielfalt, während der oft ungewohnte 12er-Compás eine besondere rhythmische Herausforderung darstellt. Flamenco ist dabei eine Kombination aus Gesang (Cante), Gitarre (Toque) und Tanz (Baile), begleitet von Palmas, dem rhythmischen Klatschen, und den kraftvollen Zapateados, dem so typischen Stampfen der Füße. Heute begegnet uns Flamenco in verschiedenen Formen, präsent auch in der Populärmusik. Aber wie hat sich Flamenco angehört als er noch ohne Gitarre und Tanz existierte, "a palo seco" etwa in der Toná. Und wie viel Neues kann der Flamenco noch in sich vereinen, ohne dass es zu einem Bruch mit der Tradition kommt? Oder garantiert gerade die Offenheit für Neues die Lebendigkeit dieser Kunstform und wird damit gleichzeitig auch zu einem probaten Mittel gegen Kitsch und Klischee?

Gestaltung: Martina Huber-Kendl

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