Radiokolleg

Gesamterlebnis Flamenco (2)

Ausdruck und Kraftquelle

Flamenco ist kein Gesellschafts-, Paar- oder Volkstanz, sondern ein individueller, kultureller Ausdruck - ein "Dialog in Tanz und Musik" der Beteiligten. Anders als Sevillanas, der andalusische Volkstanz, dient Flamenco der persönlichen Interpretation auf der Bühne oder im Tablao, dem typischen Flamenco Lokal. Wer mitmachen möchte, muss die gemeinsame Sprache der Kunst verstehen: Begriffe wie Salida, Llamada, Letra oder Remate sind essenziell. Tänzerische Grundbegriffe wie Golpe (kräftiges Aufstampfen mit dem ganzen Fuß), Tacón (mit dem Absatz) und Planta (mit dem Ballen) machen den Körper zum Instrument: Bewegung erzeugt nicht nur Rhythmus, sie erzeugt Musik. Flamenco lernen heißt Rhythmus spüren, Bewegung fühlen und vor allem Spaß haben. In Flamencoschulen lernen Teilnehmende aller Altersgruppen Technik, Körpersprache und Rhythmus, Bühnenreife ist möglich, aber nicht notwendig.

Gestaltung: Martina Huber-Kendl

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