Kulturjournal
Reichenau + Kobersdorf + "Camino-Therapie" + Mire Lee
Reichenau im Strauss-Fieber
Britischer Humor im Burgenland
Pilger auf der großen Leinwand
Maschinenraum der Kunst
30. Juni 2026, 17:09
Beiträge
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Fledermaus in Reichenau
Hochsaison der "Fledermaus" - nach dem Strauss-Jahr und der Pride Edition erlebt die Strauss-Operette eine Neubearbeitung bei den Festspielen Reichenau. Wohl keine Operette wurde im letzten Jahr so oft gespielt wie Johann Strauss' "Fledermaus". An der Wiener Volksoper gab es erst kürzlich die sogenannte "Pride Edition der Fledermaus" mit einer queeren Neudeutung und Tom Neuwirth als Frosch - jetzt flattert die Fledermaus nach Reichenau an der Rax und eröffnet morgen die Festspiele Reichenau. Allerdings in einer ungewöhnlichen Bearbeitung, denn die Handlung und die Musik wurde vom Regie-Duo Nils Strunk und Lukas Schrenk ins Jahr 1926 verlegt.
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Schlossspiele Kobersdorf
Er gilt als Publikumsliebling und als österreichisches Original: Seit 22 Jahren leitet Wolfgang Böck die Schlossspiele im burgenländischen Kobersdorf. Mit einer britischen Komödie will Böck sein Stammpublikum in diesem Jahr überzeugen. "Der nackte Wahnsinn" von Michael Frayn beschäftigt sich mit dem Chaos, das eine Theatertruppe hinter den Kulissen heimsucht.
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"Die Camino-Therapie"
Kann eine Wanderung zum Werkzeug der Therapie werden? Dieser Frage geht die französische Komödie "Die Camino-Therapie" nach. Der Film erzählt von einer Lehrerin und einem straffällig gewordenen Jugendlichen. Gemeinsam geht das ungleiche Paar den Jakobsweg. Fred möchte ihr Leben verändern, für Adam ist die Wanderung die einzige Chance, nicht im Gefängnis zu landen. Auf dem 2.000 Kilometer langen Pilgerweg von Zentralfrankreich bis ins nordspanische Santiago de Compostella sind die beiden aufeinander angewiesen und gehen an ihre Grenzen.
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Secession: Mire Lee
Die südkoreanische Künstlerin Mire Lee ist dafür bekannt, defekte Maschinen in fabrikähnlichen Settings zur Installation zu verdichten. Lee wurde 1988 in Seoul geboren und pendelt heute zwischen Korea und den Niederlanden. Am Kunstparkett hat die 38-Jährige in den vergangenen Jahren für Furore gesorgt und in großen Institutionen ausgestellt - darunter in der Tate Modern oder im Museum Moderner Kunst Frankfurt. In der Wiener Secession ist nun die Ausstellung "The Heart of my Machine is Golden Lead" mit Werken von Mire Lee zu sehen.
