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Punkt eins

Weniger Steuern auf Grundnahrungsmittel

Wieviel Steuerung bietet die Mehrwertsteuer? Gäste: Univ.-Prof. Dr. Caroline Heber, Institut für Finanzrecht, Universität Wien & Univ.-Prof. Dr. Tina Ehrke-Rabel, Leiterin des Instituts für Steuerrecht, Universität Graz. Moderation: Philipp Blom. Anrufe 0800 22 69 79 | punkteins(at)orf.at

Mit 1. Juli 2026 wird die Mehrwertsteuer in Österreich auf ausgewählte Lebensmittel des täglichen Bedarfs auf 4,9 % abgesenkt, auch um dem stetigen Anstieg der Lebenshaltungskosten entgegen zu wirken. Für viele Menschen in Österreich wird das einen spürbaren Unterschied machen. Begünstigt werden Grundnahrungsmittel; hochverarbeitete Produkte und Luxus-Produkte wie Trüffel oder Kapern werden weiterhin einer doppelt so hohen Abgabe unterliegen.

Die Mehrwertsteuer ist eigentlich eine Umsatzsteuer, weil sie einen Teil des umgesetzten Geldes abschöpft, nicht aber des Einkommens. Sie besteuert Arbeit und insbesondere Konsum, was auch einer der Kritikpunkte dieser Art von Abgabe ist, denn sie neigt dazu, Geringverdiener:innen stärker zu belasten: Egal ob arm oder reich, alle zahlen dieselbe Steuer auf ihre Nahrungsmittel, nur dass es in einem Fall fast die Hälfte des Monatseinkommens ausmacht und in einem anderen kaum ins Gewicht fällt.

Caroline Heber ist Professorin am Institut für Finanzrecht der Universität Wien. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich auch mit den Auswirkungen verschiedener Steuermodelle und mit Fragen der Steuergerechtigkeit. Tina Ehrke-Rabel ist Professorin und Leiterin des Instituts für Steuerrecht der Universität Graz und beschäftigt sich besonders mit Steuerrecht im globalen Wandel.

Im Gespräch mit Philipp Blom erläutern Tina Ehrke-Rabel und Caroline Heber, welche Stellschrauben ein Staat hat, um mit seinen Steuern tatsächlich auch eine positive, lenkende Funktion auszuüben und gleichzeitig die Staatskassen zu füllen.

Wie ist es also mit der Besteuerung von Konsum, von Arbeit und von Kapital? Was für Konsequenzen haben sie, wie kann soziale Gerechtigkeit mit individueller Freiheit in Einklang gebracht werden und wo steht Österreich im internationalen Vergleich?

Rufen Sie uns an und diskutieren Sie mit! Welche Art von Steuer ist am fairsten und welche führt trotz aller guten Absichten zu mehr Ungerechtigkeit? Sie erreichen uns unter 0800 22 69 79 kostenfrei aus ganz Österreich während der Sendung und jederzeit per E-Mail an punkteins(at)orf.at

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