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Vom Leben der Natur
Freie Bahn für Igel
Die Wildtierökologin Fabienne Selinger geht hinaus ins Freie und stößt in der Stadt auf viele Hindernisse für die stacheligen Säugetiere.
3. Juli 2026, 08:55
In Österreich kennt man den Igel als stacheliges Säugetier, doch weltweit gibt es auch haarige Artgenossen. Es soll mehr als 30 Arten geben, wobei die systematische Zuordnung noch nicht ganz geklärt ist. In Österreich gibt es eine West-Ost Grenze: die westlichen Igel gehören zu den Braunbrust-, die östlichen Artgenossen zu den Weißbrustigel.
Der Igel frisst hauptsächlich Insekten und verschwinden diese, dann hat er ein Problem. Ist der Lebensraum jedoch reich strukturiert mit Wiesen, Tümpeln und Laubhaufen, dann fliegt ihm das Fressen förmlich vor die Nase. Und die wilden Ecken sind auch zum Verstecken gut.
2024 gab es das bürgerwissenschaftliche Forschungsprojekt "Freie Bahn für Igel" in Wien, wo Menschen Igelsichtungen melden konnten. Meistens passierte das bei Begegnungen auf der Straße, aber auch Tintenfuß-Tapser wurden registriert. Die Tiere liefen durch einen Tunnel, tapsten dabei in ein schwarzes Fußbad und hinterließen auf einem Blatt Papier ihre Abdrücke.
Im Endeffekt zeigte sich, dass in Wien Floridsdorf, in Wien Donaustadt und sogar auf dem Matzleinsdorferplatz in Favoriten viele Igel unterwegs waren, während im westlichen Wienerwaldrand, kaum Spuren von ihnen nachgewiesen werden konnten.
Am besten sind Grünzonen in der Stadt, die miteinander vernetzt sind: das spendet Schatten für die Menschen und hilft den Stacheltieren, von A nach B zu kommen.
Service
Gesprächspartnerin:
Fabienne Selinger MSc
Stadtwildtiere Wien
Verein Entdecke und Bewahre Natur
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