Samanta Schweblin

AFP/DANIEL LEAL-OLIVAS

Radiogeschichten

Begegnungen in der Kindheit

"Die Frau von Atlántida" von Samanta Schweblin. Aus dem Spanischen von Marianne Gareis. Es liest Dorothee Hartinger (Ausschnitt).

Die Kurzgeschichten der 1978 in Buenos Aires geborenen Samanta Schweblin wurden vielfach ausgezeichnet und in 20 Sprachen übersetzt. Die Autorin, die in Berlin lebt und arbeitet, wurde mit ihrem Erzählband "Das gute Übel" (2025 bei Suhrkamp erschienen) als erste Preisträgerin des neu geschaffenen Premio Aena de Narrativa Hispanoamericana ausgezeichnet. Der "Premio Aena" ist mit einer Million Euro eine der am höchsten dotierten literarischen Auszeichnungen der spanischsprachigen Welt.

Das Wesen von Schweblins Erzählungen, die in der großen Tradition der argentinischen Kurzgeschichte von Jorge Luis Borges und Julio Cortázar stehen, besteht immer aus verstörenden Momenten, die Grenzen zwischen konkreter und abstrakter Welt sind meist atmosphärisch verwoben.

In "Die Frau von Atlántida" erzählt eine Frau von ihren Kindheitserlebnissen in einem Atlantikbadeort. Als Zehnjährige ist sie mit ihrer älteren Schwester damals allnächtlich durch Gärten geschlichen und in das Haus einer alkoholabhängigen Dichterin eingedrungen. Sie kümmerten sich um die vernachlässigte Frau, und eine gemeinsame Nacht sollte ihr Leben verändern.

Service

Samanta Schweblin, "Das gute Übel", Erzählungen, Übersetzung von Marianne Gareis, Suhrkamp Verlag

Sendereihe

Gestaltung

  • Stefanie Zussner

Übersicht