Passagen
Unsichtbare Krise HIV/Aids
HIV/Aids und das Ende verlässlicher Hilfe: Gery Keszler und Jürgen Pettinger im Gespräch mit Andreas Jungwirth
8. Juli 2026, 21:00
AIDS stigmatisierte einst wie kaum eine andere Krankheit. Wie hat sich das Verhältnis gegenüber HIV-Infizierten verändert, seit 1996 die Kombinationstherapie entscheidende Fortschritte in der Behandlung brachte? Hat HIV zu einem offeneren Umgang mit unterschiedlicher sexueller Orientierung beigetragen? Und was bewirkt der Flashback in die Intoleranz durch rechte Parteien? Diesen Fragen stellt sich Gery Keszler gemeinsam mit Jürgen Pettinger.
Grundlage für das Gespräch ist das Ö1-Feature "Ohne Dich - Welt ohne HIV". Die Sendung beleuchtet persönliche Erfahrungen ebenso wie gesellschaftliche Entwicklungen und zeigt, welche Fortschritte im Umgang mit HIV erreicht wurden - und wo neue Unsicherheiten entstehen. Dabei wird auch thematisiert, wie fragil internationale Hilfsstrukturen geworden sind und welche Auswirkungen politische Verschiebungen auf Prävention und Versorgung haben können.
Im Zentrum steht auch ein globales Ziel: UNAIDS hatte sich vorgenommen, die weltweite HIV/Aids-Pandemie bis 2030 zu beenden. Dieses ambitionierte Vorhaben gerät jedoch zunehmend ins Wanken. Durch den Ausfall zentraler internationaler Fördergelder - insbesondere aus den USA im Jahr 2025 - wird dieses Ziel de facto infrage gestellt. UNAIDS warnt bereits vor den dramatischen Folgen: Ohne ausreichende Finanzierung könnten wieder Millionen Menschen zusätzlich an den Folgen von HIV und Aids sterben, Fortschritte der letzten Jahrzehnte würden zunichtegemacht.
Das Feature ist auf ORF Sound verfügbar und kann dort jederzeit nachgehört werden. Außerdem ist "Ohne Dich - Welt ohne HIV" überall abrufbar, wo es Podcasts gibt.
Sendereihe
Gestaltung
- Jürgen Pettinger
