Schwimmreifen auf einem Rettungsboot

APA-IMAGES/DPA/DANIEL BOCKWOLDT

Europa-Journal

Europas Migrationspolitik, Griechenland, zivile Seenotrettung

"All Crew, Ready for Rescue": Was Seenotretter im Mittelmeer erleben +++ Griechenland: Weniger Schutz für unbegleitete Minderjährige +++ Europa sperrt zu: Wo hakt es in der Asylpolitik?

"All Crew, Ready for Rescue": Was Seenotretter im Mittelmeer erleben

Auch wenn die Zahl der irregulären Grenzübertritte in die EU deutlich zurückgeht, bleibt das zentrale Mittelmeer der meistgenutzte Fluchtweg für schutzsuchende Menschen. Das Gebiet zwischen der libyschen und italienischen Küste gilt als eine der gefährlichsten Grenzen der Welt - hunderte Menschen kommen dort jedes Jahr bei der Überfahrt ums Leben. Schiffbrüchigen muss laut Völkerrecht geholfen werden, doch die zivile Seenotrettung wird zunehmend erschwert. Mit welchen Herausforderungen SeenotretterInnen konfrontiert sind, erzählt Elisabeth Sellmeier, freie Fotografin und derzeit Teil der Crew des Rettungsschiffs "Sea Watch 5" im Mittelmeer.


Griechenland: Weniger Schutz für unbegleitete Minderjährige

Rund 1.500 unbegleitete Minderjährige sind derzeit in Griechenland registriert. Das sind Kinder und Jugendliche, die ohne ihre Eltern geflohen sind. Bisher haben sie in Griechenland und vielen anderen europäischen Ländern besonderen Schutz bekommen, wie etwa betreute Unterkünfte und Sprachkurse. Doch die griechische Regierung fährt die Hilfsangebot jetzt zurück und will die jungen Menschen in Camps außerhalb der Städte unterbringen. Rodothea Seralidou berichtet aus Athen.


Europa sperrt zu: Wo hakt es in der Asylpolitik?

Seit Mitte Juni ist das neue verschärfte Asylsystem der EU in Kraft - die sogenannte GEAS-Reform. Sie soll die nationalen Asylsysteme entlasten und Verfahren an den Außengrenzen beschleunigen. KritikerInnen hingegen warnen vor haftähnlichen Unterbringungen vor den Toren Europas und sprechen von einem "Zeitalter der Abschottung". Was die GEAS-Reform wirklich bringen kann und welche Schwachstellen sie hat, erklärt Migrationsforscher Raphael Bossong von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin.

Moderation: Martha Georgiew

Service

Podcast abonnieren

Sendereihe