Ambiente - von der Kunst des Reisens

Nationalpark Hohe Tauern/Holy Island Lindisfarne/Vezeley

Ambiente Magazin:
Sommerserie Naturerbe erwandern Teil 1: Nationalpark Hohe Tauern
Kleine Gezeiteninsel mit großer Geschichte - Zu Besuch auf der "Holy Island" Lindisfarne im Nordosten Englands
Bilderbuchdörfer in Burgund

Sommerserie Naturerbe erwandern Teil 1: Nationalpark Hohe Tauern

Der Nationalpark Hohe Tauern ist der älteste und geografisch wohl komplexeste Nationalpark Österreichs. 1981 wurde der Kärntner Teil unter Schutz gestellt, gefolgt von Salzburg 1984 und schließlich 1992 Osttirol.

Margit Atzler unternimmt gemeinsam mit den Rangern Susanne Aigner und Andreas Baldinger eine Erkundungstour im Untersulzbachtal in Salzburg - zunächst auf einer Forststraße durch dichte Wälder mit dem E-Bike, dann per Pedes. Der schmale Weg führt entlang des Untersulzbaches, vorbei an Findlingen und archaisch anmutenden Geröllrinnen. Die Wanderung durch das abgelegene Tal ist beinah eine Zeitreise. Seit 2017 wird die Aschamalm nicht mehr beweidet. Was tut sich, wenn die Rinder die Alm verlassen? Das untersucht Susanne Aigner als Ökologin im Nationalpark Hohe Tauern und dokumentiert die Pflanzenvielfalt, die sich die Natur schrittweise zurückholen. Darunter auch Farne, diese Zeugen der Urgeschichte unseres Planeten. (Eine längere Version dieser sommerlichen Ambiente-Erkundungstour durch Österreichs Nationalparks ist im Podcast "Reisen mit Ö1" zu hören.)

Kleine Gezeiteninsel mit großer Geschichte - Zu Besuch auf der "Holy Island" Lindisfarne im Nordosten Englands

Vor der Küste Nordostenglands, nicht weit von Schottland entfernt, liegt das sagenumwobene Lindisfarne mit dem Castle aus dem 16. Jahrhundert. Ihren Beinamen "Holy Island" verdankt die Gezeiteninsel einem im Jahr 635 gegründeten Kloster, das als Zentrum religiöser Gelehrsamkeit auf ganz Europa ausstrahlte. Hier entstanden Meisterwerke der frühmittelalterlichen Buchkunst wie das weltberühmte Lindisfarne-Evangeliar. Wikingerüberfälle zwangen die Mönche zur Aufgabe der Abtei, doch die mystische Atmosphäre ist dem Eiland geblieben. Seine Geschichtsstätten, seine reiche Vogelwelt und seine besondere Lage haben das nur 4 km² große Lindisfarne längst zu einer der Top-Touristenattraktionen im Nordosten Englands gemacht. Vor allem an schönen Sommertagen ist der Besucherandrang gigantisch. Doch mit Einsetzen der Flut kann die etwa 150 Mitglieder zählende Inselgemeinschaft wieder etwas aufatmen. Alle Tagesausflügler müssen nämlich danach trachten, das Zeitfenster zum Verlassen der Insel nicht zu verpassen. Stefan Spath hat Lindisfarne erkundet.

Bilderbuchdörfer in Burgund

Welches ist das schönste Dorf im ganzen Land? In Frankreich haben sich seit den 1980er Jahren viele Dörfer um diese Auszeichnung bemüht. Die Association Les Plus Beaux Villages de France prüft nach strengen Kriterien, bevor sie diesen Preis vergibt. Bedingung dafür ist unter anderem ein geschlossenes, historisches Ensemble, weiters ein landschaftlich intaktes Umfeld und mindestens zwei außergewöhnliche Architekturschätze. Mehr als 180 französische Dörfer dürfen sich mittlerweile zu den schönsten des Landes zählen. Allein in Burgund, im Osten von Frankreich, sind es neun. Chateauneuf-en-Auxois zum Beispiel, es thront hoch auf einem Felsplateau, wenige Kilometer von Dijon, der Hauptstadt der Region Bourgogne Franche-Comte entfernt. Oder Vézelay. Mit der Basilika Sainte-Marie-Madeleine war Vézelay im Hochmittelalter der meistbesuchte Wallfahrtsort seiner Zeit. Und auch heute pilgern tausende Touristinnen und Gläubige zum UNESCO Weltkulturerbe in Burgund. Eva Roither und Martin Leitner haben den Buchhändler von Vezelay und die "Damen von Châteauneuf" besucht.

Gestaltung: Margit Atzler, Eva Roither & Martin Leitner, Stefan Spath
Redaktion: Ursula Burkert

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