Radiogeschichten
Der große letzte Auftritt der Stellerschen Seekuh
"Die letzte Mazurka" von Katerina Poljadan und Henning Fritsch. Es liest Jaschka Lämmert.
20. Juli 2026, 11:05
Wandertaube und Pyrenäensteinbock, Goldkröte und Beutelwolf, Auerochse und Riesenvampir. das sind nur wenige Namen von Tieren, die es nicht mehr gibt. Sie sind ausgestorben, wie Milliarden anderer Tiere und Pflanzen. Und das Sterben geht weiter: Pro Tag sollen bis zu 150 Arten verschwinden. Eine enorme Bedrohung für das Ökosystem, für die Menschheit.
An ausgestorbene Tiere und Pflanzen erinnert der Sammelband "Wir dachten, wir könnten fliegen. 19 Geschichten über den Verlust der Arten und die Kraft der Literatur" - herausgegeben vom Leipziger Schriftsteller Matthias Jügler.
Ihr Tribut an diese Arten zollen Autorinnen und Autoren wie T.C. Boyle, Alex Capus, Clemens Setz, Antje Rávik Strubel oder Iris Wolff. Und auch Katerina Poljadan, die 2026 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde. Gemeinsam mit dem Regisseur und freien Lektor und Autor Henning Fritsch hat sie einen Text über die Stellersche Seekuh geschrieben: "Die letzte Mazurka".
Die Stellersche Seekuh wurde nach dem deutschen Naturwissenschaftler Georg Wilhelm Steller benannt - 1741 beschrieb er sie zum ersten Mal wissenschaftlich. Keine 30 Jahre später war sie ausgestorben. Das bis zu acht Meter lange und zehn Tonnen schwere zutrauliche Tier war eine beliebte Nahrungsquelle für Seefahrer.
Poljadan und Fritsch begleiten eine Reisegruppe nach Japan. Auf einer Insel sollen sie bei einem Empfang auf eine doch längst ausgestorbene Stellersche Seekuh treffen.
Service
Katerina Poljadan und Henning Fritsch, "Die letzte Mazurka", aus: "Wir dachten, wir könnten fliegen. 19 Geschichten über den Verlust der Arten und die Kraft der Literatur" Hrsg. Matthias Jügler, Penguin Verlag
Sendereihe
Gestaltung
- Zita Bereuter
