Installation von Marko Peljhan

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Positionen in der Kunst (4)

Marko Peljhan - Die Arktis als Versuchsstation

Der slowenische Medien- und Konzeptkünstler Marko Peljhan, geboren 1969, arbeitet seit Jahrzehnten im weiten Feld zwischen Kunst und Wissenschaft und beschäftigt sich mit den technischen, politischen und militärischen Strukturen der globalen Telekommunikation sowie der Wetter-, Klima-, und Migrationsforschung. Von seinen zahlreichen multimedialen Arbeiten, die eine rhizomartige Flechtwerkstruktur aufweisen und durch komplizierte Akronyme wie I-TASC oder C-ASTRAL markiert werden, ist die mobile Forschungsstation Makrolab besonders bekannt geworden: Das ambitionierte Projekt, das schon auf verschiedenen Kontinenten installiert wurde, versteht sich als autonome Kommunikations-, Forschungs- und Wohneinheit, die in der Lage ist, konzentriertes Arbeiten von 4 Personen unter territorialen und psychischen Isolationsbedingungen für bis zu 120 Tage aufrechtzuerhalten. Eine Art künstlerisches Survival Camp, das beispielsweise in den 1990er Jahren die Arktis als geokulturelles Gebiet untersucht hat: Marko Peljhan dokumentiert zum einen die rücksichtslosen und verheerenden Ausbeutungsstrategien des 19. und 20. Jahrhunderts und kontrastiert diese mit den weitsichtigen sozialen, kulturellen und räumlichen Navigations- und Überlebenstechniken der arktischen Bewohner. So manifestiert sich ein Theater des geopolitischen Nordens, das in den unterschiedlichsten Medien aufgeführt wird. Im Zentrum all der Aktivitäten von Marko Peljhan steht die Telekommunikation. Denn, so sagt der Künstler: "Sie ermöglicht es ihren Nutzern, das Weltgeschehen sehr gründlich zu verfolgen."
Autor: Thomas Mießgang

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