Stimmen hören
Bregenz singt!
Auf akustischer Festspiele-Spurensuche im Archiv
23. Juli 2026, 14:05
Was 1946 auf einem wackeligen Kahn, quasi improvvisando, begann, hat sich mit der nun riesenhaften "Seebühne" im Zentrum zum größten Freilichtfestival nördlich der Alpen entwickelt: die Bregenzer Festspiele. Fast von Anbeginn an war auch der Rundfunk dabei und dokumentierte so: die selige Operetten-Frühzeit des "Spiels auf dem See", mit Opernstars im Zentrum - die Belcanto- und Spielopern-Pionierjahre im intimen Kornmarkttheater - die Expansion der "interessanten" Opernsparte seit der Eröffnung des Festspielhauses. Da geht es von Belcanto-Spezialitäten über hochromantische Melodramen wie "La Wally" und "Fedora" bis zu "Amleto" von Franco Faccio. Man wird an die mitunter erstaunlich "exotischen" Schwerpunktsetzungen in den Direktionszeiten von Alfred Wopman ("Griechische Passion" und "Julietta" von Martinu!), David Pountney (schon 2010 Mieczyslaw Weinbergs "Passagierin"!) und Elisabeth Sobotka erinnert, aber auch an die geschickte Hand, mit der davor Ernst Bär ein italienisches Sommerensemble ins "Ländle" lockte. Selbst bei Liederabenden, etwa von Anton Dermota, Waldmar Kmentt plus Eberhard Waechter, oder Anneliese Rothenberger waren Mikrophone aufgestellt.
Sendereihe
Gestaltung
- Chris Tina Tengel
