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Ambiente Magazin:
Sommerserie Naturerbe erwandern Teil 2: Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel
Die Wüste Mannersdorf
Blaudruck in Steinberg-Dörfel & Friedensburg Burg Schlainig - ein kultureller Ausflug ins Burgenland
26. Juli 2026, 10:05
Sommerserie Naturerbe erwandern Teil 2: Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel
Schilfgürtel, ausgedehnte Wiesen und Weideflächen, Salzlacken. Asiatische, mediterrane und nordische Einflüsse haben das vielfältige Habitat dieses Steppennationalparks im Grenzgebiet zwischen Österreich und Ungarn gebildet. Margit Atzler erkundet gemeinsam mit Ranger Lukas Vendler und Rangerin Sandra Höfler mit dem E-Bike und zu Fuß den Illmitzer Zicksee, eine "Sodalacke" mit Salzausblühungen in unterschiedlichen Farben. Je nach Regen oder Sonne verändert sich das Habitat dramatisch.
Weiter geht es zum Seedamm - einem Sandlebensraum zwischen Lacken, Steppe, Schilf und dem Neusiedler See. Über Jahrhunderte haben Eis und Wasser Sand aufgeschoben und diesen für Mitteleuropa fast einzigartigen Lebensraum geformt. Europaweit ist der Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel bei Ornithologen bekannt. 370 Vogelarten wurden hier bis dato nachgewiesen. Wer sich mit Rangern auf Erkundungstour begibt, entdeckt neben den allgegenwärtigen Vögeln unzählige seltene Pflanzen- und Bienenarten, wie zum Beispiel die geschnäbelte Kreiselwespe. (Eine längere Version dieser sommerlichen Ambiente-Erkundungstour durch Österreichs Nationalparks ist im Podcast "Reisen mit Ö1" zu hören.)
Die Wüste Mannersdorf
Wieso an den niederösterreichischen Hängen des Leithagebirges eine Wüste liegt, ist eine lange Geschichte. Sie hat mit einem Klosterorden und einer ungenauen Übersetzung zu tun. Wo sich einst Mönche umgeben von Eichen- und Hainbuchenwäldern in ihre Klausen zurückzogen, eröffnete in den 1980er-Jahren Niederösterreichs jüngster Naturpark - dort, im Grünen, findet in einer dachlosen Kapelle seit 2001 auch ein neues Festival - der Kultursommer Mannersdorf - statt. Antonia Löffler ist für Ambiente in die grüne Wüste spaziert. Vorbei an Wiesen, unter denen eine römische Villa ruht, und auf denen schon Maria Theresia und Leopold Figl ihre Feste feierten. Ein Spaziergang zwischen Archäologie und Kultur am Leithagebirge.
Blaudruck in Steinberg-Dörfel & Friedensburg Burg Schlainig - ein kultureller Ausflug ins Burgenland
Blaumachen hat etwas Positives. Nicht nur hinsichtlich einer spontan genommenen Auszeit, sondern auch in produktivem Sinn. Im Mittel-Burgenland färbt die Familie Koó seit über 100 Jahren blaue Textilien. Und das mit UNESCO-Auszeichnung für das immaterielle Welt-Kulturerbe. Wie genau das Blaufärben geht, ist genauso eine Reise wert wie die Burg Schlaining ein paar Kilometer weiter südlich. In Stadtschlaining steht seit mehr als 40 Jahren der Frieden im Zentrum. Nach einer jüngst erfolgten Sanierung der Burg hat gerade jetzt das Österreichische Friedenszentrum (ACP) große Aufgaben. Ilse Huber hat sich für Ambiente umgesehen.
Redaktion: Ursula Burkert
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