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"Ariadne ist das Losungswort"
Richard Strauss' "Ariadne auf Naxos", ein Salzburger Festspiel-Zentralstück
30. Juli 2026, 14:05
Schon 1926, also ganz am Beginn des Kapitels "Oper bei den Festspielen", taucht "Ariadne auf Naxos" im sommerlichen Salzburger Programm auf, in einer Besetzung, die sich teils sogar akustisch vergegenwärtigen lässt. So ganz beginnt die Festspielgeschichte des Werkes (fast immer in der Zweitfassung, mit auskomponiertem szenischem Vorspiel) aber erst mit der ersten von Karl Böhm dirigierten Produktion, 1954 und "legendär" besetzt (della Casa, Güden, Schock, Seefried, Schöffler). So wie bei der mächtigen "Frau ohne Schatten" hatte sich Böhm auch die Durchsetzung der fragileren "Ariadne" auf die Fahnen geheftet. Salzburg erwies sich als der ideale Boden für das mit Hugo-von-Hofmanntsthal'scher Finesse ausgespielte Gegen- und Ineinander von "heiter" und "ernst" auf der Bühne, für die kontrastierenden Frauenbilder, für das opernhaft aufrauschende "Wunder der Verwandlung". Mit zwei Generationswechseln: Christa Ludwig/Hildegard Hillebrecht, Jess Thomas und Reri Grist dominierten in den 1960er Jahren, Hildegard Behrens/Gundula Janowitz und Edita Gruberova ab 1979. Während sich eine Produktion von 2001 (mit Natalie Dessay als Zerbinetta) wenig eingeprägt hat, führten die Festspiele 2012, in von der "Ariadne"-Erstfassung inspirierter Sven-Eric-Bechtolf-Regie, einen kostümlich "vergoldeten" Bacchus ins Treffen, Jonas Kaufmann.
Sendereihe
Gestaltung
- Chris Tina Tengel
