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Gedanken für den Tag
Ikonen in Ohrid
von Ramazan Demir, Imam und Religionspädagoge an der KPH Wien/Krems
31. Juli 2026, 06:57
Ohrid gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und liegt direkt am gleichnamigen See. Und schon beim Ankommen merkt man, dass dieser Ort anders ist.
Es ist eine Stadt mit ungewöhnlich vielen Kirchen, viele davon sehr alt, mit byzantinischen Fresken und Ikonen, die über Jahrhunderte erhalten geblieben sind. Man begegnet ihnen immer wieder, oft unerwartet, zwischen Häusern und Gassen. Entlang der Uferpromenade sitzen Menschen in kleinen Cafés oder auf Steinterrassen. Der Blick geht direkt auf den See, der sich weit öffnet und fast ruhig wirkt.
Der Ohridsee selbst ist einer der ältesten und tiefsten Seen Europas. Und wenn man dort steht, versteht man schnell, warum er so besonders ist: Dieses Wasser wirkt klar, still, fast unbewegt. Am frühen Morgen ist die Stadt noch ruhig, und der See liegt fast spiegelnd da. Boote bewegen sich langsam, manchmal hört man nur Wasser und Schritte am Ufer. Und genau in diesen Momenten verändert sich die Wahrnehmung. Alles wird langsamer. Ein guter Tipp ist, nicht nur am Ufer zu bleiben, sondern wirklich aufs Wasser zu gehen, mit einem kleinen Boot oder mit einem Fischer, der hinausfährt. Nicht als Programm, sondern einfach, um die Perspektive zu wechseln.
In den Gassen der Altstadt findet man noch kleine Handwerksläden. Schmuck, Holzarbeiten, Ikonenmalerei, vieles davon wird noch auf eine Weise gemacht, die stark mit der Region verbunden ist. Und insgesamt wirkt Ohrid auch im Alltag sehr ruhig. Keine Hektik, kein Druck, eher ein langsamer Rhythmus, der sich durch die Stadt zieht. Vielleicht ist genau das der Eindruck, der bleibt: Dass hier nichts laut sein muss, um zu wirken. Und dass man aus Ohrid nicht nur Erinnerungen mitnimmt, sondern eine bestimmte Ruhe.
Service
Sendereihe
Gestaltung
Playlist
Komponist/Komponistin: Armand Amar geb.1953
Gesamttitel: HUMAN / Original Filmmusik
Titel: Human/instr.
Orchester: The City of Prague Philharmonic
Leitung: Adam Klemens
Solist/Solistin: Gregoire Korniluk
Länge: 05:03 min
Label: Erato/Warner Classics 825646025794
