Memo - Ideen, Mythen, Feste
Der Tod Mariens
"Entschlafung" oder "Himmelfahrt mit Leib und Seele"?
15. August 2026, 19:05
Am 15. August endet für orthodoxe Christinnen und Christen in aller Welt eine 14-tägige Fastenzeit und sie feiern das Fest der "Entschlafung" Mariens: Aus diesem Anlass beschäftigt sich die Reihe "Memo - Ideen, Mythen, Feste" an diesem Tag mit der Bedeutung der Mutter des Jesus von Nazareth in den Kirchen des Ostens.
Der Tod Mariens ist in praktisch allen orthodoxen Gotteshäusern bildlich dargestellt (meist dem Altar genau gegenüber): Sie liegt auf ihrem Sterbebett - und ihr Sohn trägt ein kleines Kind, einen Säugling, als Symbol für ihre Seele in den Himmel. Die im Westen übliche Bezeichnung für den 15. August ist theologisch nicht unumstritten - denn es geht nicht um eine aktive Himmelfahrt, sondern um die Aufnahme Mariens in den Himmel. Und die erfolgte angeblich mit "Leib und Seele". Diese alte Legende wurde 1950 für die römisch-katholische Kirche sogar zu einer verbindlichen Glaubenswahrheit ("Dogma") erklärt.
Sendereihe
Gestaltung
- Markus Veinfurter
