Radiogeschichten
Sechs Frauen und ein Todesfall
"Bakunins Töchter" von Elisabeth Lexer. Es liest Eva Mayer.
26. August 2026, 11:05
In den 1970er Jahren landete eine Handvoll Frauen aus verschiedensten Gründen in einer Kommune. Der Mann, der sie nach seinen Vorstellungen bevormunden wollte, ist mittlerweile verschwunden. Als eine der Frauen krank wird und stirbt, blickt die Erzählerin Dora auf ihr gemeinsames Leben zurück. Erzählt vom zerbrochenen Traum einer idealen Gesellschaft, von Frauenfeindlichkeit und Idealismus. Es ist auch eine Erzählung über Selbstermächtigung und die Auflehnung älterer Frauen gegen die Zumutungen des Patriarchats. Als eine jüngere Frau in der Kommune Halt sucht, beginnt ein gemeinsames Ringen um Solidarität und Sichtbarkeit.
Elisabeth Lexer erzählt mit Ironie und Ernsthaftigkeit von alten Frauen. Frauen, die durch die Herausforderungen des Lebens lernten, ganz nach der eigenen Façon zu leben, ohne sich über Themen wie allgemeine Wertvorstellungen oder Altersdiskriminierung den Kopf zu zerbrechen.
Elisabeth Lexer wurde in Wolfsberg/Kärnten geboren und lebt im Südburgenland. 2022 erschien ihre Novelle "Fluchttiere" (edition lex liszt 12), davor veröffentlichte sie als Ko-Autorin mehrere Kriminalsatiren. Für ihre Arbeit erhielt sie diverse Stipendien. Lexer arbeitet als freie Lektorin.
Service
Elisabeth Lexer, Bakunins Töchter, edition lex liszt 12, 2026
