Bergrettung

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Am Puls - Gesundheit und Medizin

In die Berg bin i gern

Unfreiwillige Reisesouvenirs ++ Medizin-Meteorologie ++ Live Am Puls - Sprechstunde: Gesundes Bergwandern | Zu Gast: Alexander Egger, Bundesarzt der Österreichischen Bergrettung; Hermann Brugger, Alpinmediziner, Eurac Research, Südtirol | Moderation: Sonja Watzka | Redaktion: Ronny Tekal | Anrufe: 0800 22 69 79 | E-Mail: ampuls@orf.at

Vom richtigen Schuh zur Höhenkrankheit

Ein guter Weg, Berge zu versetzen, ist es, sie zu besteigen. Die warmen Monate ziehen Jahr für Jahr Tausende in die österreichischen Alpen. Wandern, Klettersteiggehen oder Klettern - die Angebote sind vielfältig und die Effekte aufs Wohlbefinden groß, so man eine gewisse Vorsicht walten lässt.

Das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit (ÖKAS) verzeichnet in einer Zwischenbilanz der laufenden Saison 2026 deutlich mehr Einsätze als in den Vorjahren: Von Mai bis Ende Juli wurden österreichweit über 1.200 Alpinunfälle registriert, auch wenn die Zahl der dramatischen Fälle zurückgeht. Dabei sind sportliches Klettern und Hochtouren nur zu einem kleinen Teil für die Unfälle verantwortlich. Meist sind es normale Wanderungen, die einen Einsatz erforderlich machen. Laut ÖKAS-Analyse sind Sturz, Stolpern oder Ausgleiten die häufigsten Verletzungsursachen. Die meisten Todesfälle am Berg sind übrigens nicht auf Abstürze, sondern Herz-Kreislaufprobleme zurückzuführen. Viele Bergunfälle ereignen sich beim Abstieg, wenn die Konzentration nachlässt. Für die Bergrettung Routine und Herausforderung gleichermaßen: "Ein Unfall im Gebirge ist per se ein Notfall, auch wenn es sich um eine leichte Verletzung handelt", so der Südtiroler Alpinmediziner und Herausgeber eines Standardwerks zur alpinen Notfallmedizin, Hermann Brugger. Wer unvorbereitet startet, riskiert also mehr als nur Muskelkater. Viele Zwischenfälle im alpinen Gelände wären vermeidbar, mit besserer Planung, passender Ausrüstung und realistischer Selbsteinschätzung.

Unterm Strich bleibt die Bewegung in bergigem Gelände allerdings überaus gesund, gleichsam für die Psyche, den Bewegungsapparat und das Herz-Kreislaufsystem. Da ab etwa 2.500 Meter Höhe die körperliche Belastung ansteigt, sollten herzkranke Bergsteigerinnen und Bergsteiger in dünneren Luftschichten besonders Acht geben und es - wie auch gesunde Personen - langsam angehen. Damit aus der geplanten Tour ein sicheres Erlebnis wird und kein Notfall.
Sonja Watzka zeigt, wie man nicht nur fit auf den Gipfel, sondern auch wieder gesund ins Tal kommt.

Zu Gast im Ö1 Studio in Wien:

Alexander Egger
Anästhesist und Intensivmediziner
Bundesarzt Bergrettungsdienst Österreich
Leiter der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin im Landesklinikum Scheibbs, NÖ

Zugeschaltet aus Südtirol:

Hermann Brugger
Allgemein-, Notfall- und Höhenmediziner
Bergrettungsarzt, Eurac Research, Südtirol
Gründer und langjähriger Leiter des EURAC Institutes für alpine Notfallmedizin in Bozen, Italien


Reisesouvenirs, die weh tun

"Cook it, peel it or leave it", also kochen, schälen oder die Finger davon lassen - diese bekannte Regel hat auch die Weltgesundheitsorganisation WHO als Grundsatz für Reisen in tropische und subtropische Länder ausgegeben. Dennoch lassen einen die kulinarischen Verlockungen in der Ferne mitunter leichtsinnig werden. Eine Erfahrung, die man mitunter damit büßt, dass der Darm auch nach der Rückkehr heftig rebelliert.
So hat so manch unliebsames Souvenir den Weg in die Heimat gefunden. Denn stellen sich nach der Reise Fieber, Unwohlsein oder Durchfall ein, könnten auch Viren, Bakterien oder Parasiten bei der Rückreise mit an Bord gewesen sein. In den meisten Fällen eine zwar belastende, aber nicht gefährliche und selbst limitierende Erkrankung.
Wann man dennoch ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen sollte und wie man den Verdauungsproblemen beim nächsten Urlaubsaufenthalt vorbeugen kann, hat sich Lukian Guttenbrunner angesehen.

Interviewpartner:

Marc Beneder
Facharzt für Innere Medizin
Oberarzt am Evangelischen Krankenhaus, Wien


Rubrik "Eine Frage noch"

Wo kann man in Österreich besonders klimagünstig wohnen?
Die Antwort gibt der Meteorologe und ehemalige ORF-Wetterredakteur Rainer Schultheis
Norbert Peter hat das Interview geführt.

Service

Österreichische Gesellschaft für Alpin- und Höhenmedizin
ÖBRD - Österreichische Bergrettung, Bundesverband

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