Vom Leben der Natur
Fremde und Einheimische
Die Vegetationsökologin Christine Sheppard spricht über die Auswirkungen von Neophyten auf die Umwelt.
31. August 2026, 08:55
Sie entziehen anderen - heimischen - Pflanzen Wasser, Licht und Nährstoffe, sie verändern nachhaltig den Nährstoffgehalt oder den pH-Wert des Bodens, konkurrieren erfolgreich um bestäubende Insekten und sind als Nahrungspflanze für heimische Tierarten nicht immer ein Gewinn: Neophyten.
Als Neophyten gelten Pflanzen, die gebietsfremd sind beziehungsweise nach dem Jahr 1492 durch die "Entdeckung" Amerikas von Christoph Columbus absichtlich oder unabsichtlich in andere Regionen gebracht worden sind und dort heimisch wurden. Seit diesem Zeitpunkt interagieren sie dort auch mit der angestammten Flora und Fauna.
Wenn sie sich rasch ausbreiten und heimische Pflanzen verdrängen, spricht man von "invasiven Neophyten", sagt Christine Sheppard, Leiterin des Instituts für Botanik an der Universität für Bodenkultur Wien. Diese Interaktionen sind vielschichtig und facettenreich. Sie können auch ausgeglichen beziehungsweise positiv sein, erklärt die aus der Schweiz stammende Professorin für Botanik und Vegetationsökologie.
Service
Gesprächspartnerin:
Prof.in Dr.in Christine Sheppard, Vegetationsökologin und Leiterin des Instituts für Botanik an der Universität für Bodenkultur in Wien
Institut für Botanik, Boku
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