Radiokolleg

David Hume - Der Philosoph des Zweifels (3)

Religion als Illusion?

David Hume lebte in einem Zeitalter, in dem Religion den Alltag der Menschen bis in die letzten Winkel des Lebens hinein prägte. Der schottische Philosoph rüttelte an den Grundfesten des Glaubens. Mit scharfen Argumenten stellte er christliche Dogmen und andere religiöse Gewissheiten infrage.

Besonders skeptisch betrachtete Hume Berichte über Wunder. Was viele seiner Zeitgenossen als Beweis für göttliches Eingreifen galt, erklärte er als Ergebnis von Wunschdenken und menschlicher Leichtgläubigkeit. Auch die Vorstellung, die Vernunft könne die Existenz Gottes beweisen, hielt er für problematisch. Damit machte er sich zahlreiche Gegner - und wurde zugleich zu einem der einflussreichsten Religionskritiker der Neuzeit.

Dabei war David Hume weder ein fanatischer Gegner der Religion noch ein kompromissloser Kämpfer für den Atheismus. Ihn interessierte, warum Menschen glauben und welche Rolle Religion in der Gesellschaft spielt.

Service

Radiokolleg-Podcast

Gerhard Streminger: "David Hume - Der Philosoph und sein Zeitalter" - Eine Biographie", C. H. Beck, München, 797 Seiten

Heiner F. Klemme: "David Hume zur Einführung", Junius-Verlag, Hamburg, 192 Seiten

David Hume: "Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral", aus dem Englischen von Gerhard Streminger. Nachwort von Frank Brosow, Reclam-Verlag, Ditzingen, 279 Seiten

David Hume: "Traktat über die menschliche Natur - Buch I-III", Verlag F. Meiner, Hamburg, 717 Seiten

David Hume: "Über den Freitod" und "Über die Unsterblichkeit der Seele", aus dem Englischen von Holger Hanowell, Reclam-Verlag, Ditzingen, 64 Seiten

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