Vom Leben der Natur

Fremde und Einheimische

Die Vegetationsökologin Christine Sheppard spricht über die Neophyten und den Wettstreit um die Bestäuber.

Sie entziehen anderen - heimischen - Pflanzen Wasser, Licht und Nährstoffe, sie verändern nachhaltig den Nährstoffgehalt oder den pH-Wert des Bodens, konkurrieren erfolgreich um bestäubende Insekten und sind als Nahrungspflanze für heimische Tierarten nicht immer ein Gewinn: Neophyten.

Als Neophyten gelten Pflanzen, die gebietsfremd sind beziehungsweise nach dem Jahr 1492 durch die "Entdeckung" Amerikas von Christoph Columbus absichtlich oder unabsichtlich in andere Regionen gebracht worden sind und dort heimisch wurden. Seit diesem Zeitpunkt interagieren sie dort auch mit der angestammten Flora und Fauna.

Wenn sie sich rasch ausbreiten und heimische Pflanzen verdrängen, spricht man von "invasiven Neophyten", sagt Christine Sheppard, Leiterin des Instituts für Botanik an der Universität für Bodenkultur Wien. Diese Interaktionen sind vielschichtig und facettenreich. Sie können auch ausgeglichen beziehungsweise positiv sein, erklärt die aus der Schweiz stammende Professorin für Botanik und Vegetationsökologie.

Service

Gesprächspartnerin:
Prof.in Dr.in Christine Sheppard, Vegetationsökologin und Leiterin des Instituts für Botanik an der Universität für Bodenkultur in Wien

Institut für Botanik, Boku

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