Radiokolleg

David Hume - Der Philosoph des Zweifels

Die Wirkungsgeschichte - von Kant bis Popper

Zu Lebzeiten war David Hume bewundert, umstritten und gefürchtet zugleich. Mit seinem skeptischen Denken stellte er Gewissheiten infrage, die jahrhundertelang als unerschütterlich galten. Zugleich blieb er dem Ideal der Aufklärung verpflichtet: der schrittweisen Verbesserung der Welt durch Vernunft, Erfahrung und offene Debatte.

Kaum ein Philosoph hat die Moderne so nachhaltig geprägt wie der scharfsinnige Schotte. Immanuel Kant bekannte, David Hume habe ihn aus seinem "dogmatischen Schlummer" geweckt. Später beriefen sich Denker wie Arthur Schopenhauer und Karl Popper auf ihn. Für viele wurde der schottische Aufklärer zum Wegbereiter eines Denkens, das auf kritischer Prüfung statt auf Autorität beruht.

Doch worin liegt die Aktualität der Humeschen Philosophie? Was kann uns ein Philosoph des 18. Jahrhunderts über Erkenntnis, Moral und Religion heute noch sagen? Eine Spurensuche durch die Wirkungsgeschichte eines Philosophen, dessen Fragen bis in die Gegenwart nachhallen - und dessen Zweifel die Welt verändert haben.

Service

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Gerhard Streminger: "David Hume - Der Philosoph und sein Zeitalter" - Eine Biographie", C. H. Beck, München, 797 Seiten

Heiner F. Klemme: "David Hume zur Einführung", Junius-Verlag, Hamburg, 192 Seiten

David Hume: "Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral", aus dem Englischen von Gerhard Streminger. Nachwort von Frank Brosow, Reclam-Verlag, Ditzingen, 279 Seiten

David Hume: "Traktat über die menschliche Natur - Buch I-III", Verlag F. Meiner, Hamburg, 717 Seiten

David Hume: "Über den Freitod" und "Über die Unsterblichkeit der Seele", aus dem Englischen von Holger Hanowell, Reclam-Verlag, Ditzingen, 64 Seiten

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