Kulturjournal

"Unter Tieren" ++ "Der tollste Tag" ++ Rosgarten Museum

Jelinek am Burgtheater
Turrini in den Kammerspielen
Malerdynastie Mosbrugger

Beiträge

  • "Unter Tieren" im Burgtheater

    Am Anfang war das Geld: "In ihrem letzten Stück", schrieb die österreichische Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek dem deutschen Theatermacher Nicolas Stemann, "sollen nur noch Tiere sprechen." "Unter Tieren" heißt folgerichtig auch das aktuelle Stück Jelineks, in dem die Pionierin des postdramatischen Theaters den Perspektivenwechsel wagt, um die blinden Flecken der Wahrnehmung auszuleuchten. Sprechende Tiere vermessen die Verheerungen eines entfesselten Finanzkapitalismus und schauen auf einen Planeten am Rande des ökologischen Kollaps. Am 16. August fand die Uraufführung von "Unter Tieren" im Rahmen der Salzburger Festspiele statt. Heute Abend feiert "Unter Tieren" am Wiener Burgtheater Premiere. Unter der Regie von Nicolas Stemann spielen unter anderem Branko Samarovski, Caroline Peters und Mavie Hörbiger.

  • Kammerspiele der tollste Tag von Turrini

    Mit einem Turrini-Stück hat Herbert Föttinger seine Direktionszeit beendet, mit einem Turrini-Stück startet Marie Rötzer - nach der Premiere von Arthur Schnitzlers "Komödie der Verführung" im Haupthaus - in den Kammerspielen. Eine schöne Geste, war doch der Kärntner Autor Turrini in der Ära Föttinger hier fast jährlich mit einem Stück vertreten. Seine 1972 entstandenen Komödie "Der tollste Tag" basiert auf der Figaro-Vorlage von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais aus 1785, auf die auch Mozart und Da Ponte für ihre Oper "Figaros Hochzeit" zurückgegriffen haben. Die junge deutsche Regisseurin Anna Stiepani bringt es - unter anderem mit Claudius von Stolzmann, Raphael von Bargen oder Maria Köstlinger - ab morgen auf die Bühne der Kammerspiele.

  • Die Mosbruggers - Malerdynastie am Bodensee

    Die Familie Mosbrugger aus Konstanz brachte im beginnenden 19. Jahrhundert gleich mehrere wichtige Maler hervor, die die Malerei im Bodenseeraum im bewegten 19. Jahrhundert entscheidend mitprägten. Begonnen hat jedoch alles mit einem Müllers-Sohn aus dem hinteren Bregenzerwald - das Rosgarten Museum in Konstanz widmet ihnen nun eine Ausstellung.

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