"A Muslim, a Christian, and a Jew", Ausstellungsansicht im Jüdischen Museum Wien

OURIEL MORGENSZTERN

Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

Verbindendes vor Trennendes

Nach dem Trauma - Der 11. September und seine Folgen +++ "A Muslim, a Christian, and a Jew" - Aktuelle Ausstellung im Jüdischen Museum Wien +++ Freude als Lebenskraft - Melanie Wolfers über Resilienz +++ Nächstenliebe kennt kein Ansehen der Person - Aspekte der Bibel

Nach dem Trauma - Der 11. September und seine Folgen

Džemal Šibljakovic ist als Kind mit seiner Familie vor dem Krieg in Bosnien nach Österreich geflüchtet. In der Schule erlebt er nach den Attentaten von 9/11, wie sich der Blick auf ihn und andere muslimische Kinder verändert: Plötzlich muss er sich für Terroranschläge rechtfertigen, mit denen er nichts zu tun hat. Aus dem Wunsch, einfach dazuzugehören, wird die Erfahrung, als potenzielle Bedrohung wahrgenommen zu werden. Heute arbeitet Džemal Šibljakovic als Sozialarbeiter und Psychotherapeut (in Ausbildung) und beschäftigt sich seit Jahren mit Radikalisierungsprävention und der Arbeit mit Jugendlichen. Die Erfahrungen seiner Kindheit prägen auch seinen beruflichen Weg: Er möchte jungen Menschen jene Unterstützung geben, die ihm selbst damals gefehlt hat. Lukas Wagner hat ihn getroffen.


"A Muslim, a Christian, and a Jew" - Aktuelle Ausstellung im Jüdischen Museum Wien

Ein Muslim, ein Christ und ein Jude. Was wie der Beginn eines Witzes klingen mag, geht bei Eran Shakine doch viel tiefer. Dahinter steckt der Titel einer Werkserie des israelischen Künstlers. In seinen Cartoon-ähnlichen Zeichnungen zeigt er immer einen Muslim, einen Christen und einen Juden, die gemeinsam durchs Leben gehen - etwa gemeinsam mit dem Wiener Riesenrad fahren, auf ein Signal Gottes warten oder gemeinsam an der Himmelstür klopfen. Eran Shakines Werke sind derzeit und noch bis 8. November im Jüdischen Museum Wien zu sehen. Elisabeth Hess hat sich mit den beiden Kurator:innen Barbara Staudinger und Hannes Sulzenbacher über die Werke unterhalten.


Freude als Lebenskraft - Melanie Wolfers über Resilienz

Darf man sich denn überhaupt freuen? In Zeiten von Krieg und Hunger, Gewalt und Ungerechtigkeit? Die aus Deutschland stammende Salvatorianerin Melanie Wolfers beantwortet die Frage ganz bewusst mit "Ja!". In ihrem neuen Buch "Freude. Das Leben ins Herz schließen" gibt die Seelsorgerin, Keynote-Speakerin, Besteller-Autorin und Mentorin Anleitungen, Freude im Alltag zu kultivieren und auch in Krisenzeiten zu bewahren. Wie bringe ich gerade in diesen Zeiten Leichtigkeit in mein Leben? Für Melanie Wolfers ist Freude eine Lebenskraft, eine Widersacherin der Angst - und Freude hat befreiende Wirkung. Maria Harmer hat die Ethikerin und katholische Ordensfrau Melanie Wolfers im Haus der Salvatorianerinnen in Wien besucht und mit ihr über die vielen Aspekte der Freude in manchmal freudloser Zeit gesprochen.


Nächstenliebe kennt kein Ansehen der Person - Aspekte der Bibel
Lukas 19,1-10

Der Zöllner Zachäus klettert auf einen Baum, um Jesus aus Nazareth zu sehen. Die Geschichte gehört zu einer der bekanntesten Stellen aus dem Neuen Testament und wird gerne in Kindergottesdiensten gelesen. Zachäus ist nicht beliebt, doch Jesus verkehrt gerne mit Menschen am Rand der Gesellschaft. Denn "Nächstenliebe" - wie es in der Bibel heißt - kenne kein Ansehen der Person, meint der evangelische Theologe und Journalist Marco Uschmann, der sich Gedanken zur Bibelstelle über den Zöllner macht. Die Stelle aus dem Lukasevangelium ist an diesem Sonntag in der Leseordnung der evangelischen Kirche vorgesehen.

Service

Melanie Wolfers, „Freude. Das Leben ins Herz schließen", bene!

Aspekte der Bibel

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Gestaltung