Gedanken

Slavko Niníc. Gründer der Wiener Tschuschenkapelle

"Miteinander und nicht gegeneinander"

Mehr als ein halbes Leben widmet sich der 1954 im kroatischen Komlitinci geborene Slavko Ninic der Verständigung zwischen den Kulturen, mit besonderem Augenmerk auf Österreich und den Balkanländern. Ursprünglich hatte er in Zagreb Soziologie studiert, 1979 in Wien sein Studium als Gerichtsdolmetscher für Kroatisch, Serbisch und Bosnisch abgeschlossen und daneben immer schon als Autodidakt musiziert. Viele Jahre arbeitete er in der Gastarbeiterberatungsstelle und war Gerichtsdolmetsch.

1989 gründete Slavko Ninic gemeinsam mit Franz Fellner und Christoph Petschina die Wiener Tschuschenkapelle, deren Besetzung sich seit 1989 mehrfach veränderte. Zurzeit sind neben Sänger und Gitarrist Slavko Ninic auch der Akkordeonist Miroslav Jankech, Johanna Kugler mit ihrer Geige, Schlagwerkerin Maria Petrova und Jovan Torbica am Bass mit von der Partie. Sie spielen Musik aus den Balkanländern bis hin zum Orient und wagen auch Ausflüge ins Wienerlied.

Slavko Ninic geht es stets um ein gelingendes Miteinander - im musikalischen, aber auch gesellschaftlichen Bereich. Er ist zu einer wichtigen Stimme gegen Diskriminierung und Ausgrenzung geworden. Willy Resetarits sagte "Der Herr Ninic ist ein Aufklärer, ein Verbinder, aber nie ein Schleimer. Ein Weltbürger als Wiener mit kroatischen Wurzeln."

Im Oktober kommt wieder eine neue Tschuschenkapellen-CD heraus, präsentiert wird sie am 14. Oktober 2026 im Globe Wien im Rahmen eines "ordentlichen Festes - mit allem was dazu gehört. Es ist nämlich bei CD-Präsentationen der Wiener Tschuschenkapelle schon eine Art Tradition: Beim Kauf einer CD bekommt man von Slavko einen selbstgebrannten Slivo in Kombination mit einem Lammbraten oder Spanferkel!" ... so heißt es in der Ankündigung. Auch dieses Mal sind auch alle Musiker, die bei der CD-Aufnahme mitgewirkt haben, bei der Präsentation auf der Bühne dabei.

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