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Punkt eins
Wie zerbrechlich sind heutige Demokratien?
Über den Versuch, Vertrauen zu stärken. Gast: Dr. Wolfgang Müller-Funk, Germanist, Kulturphilosoph und Autor. Moderation: Andrea Hauer. Anrufe 0800 22 69 79 | punkteins(at)orf.at
14. September 2026, 13:00
Gefahren für die Demokratie? Seit der Wahl in Sachsen-Anhalt, bei der die AfD fast 44 Prozent der Stimmen gewann, wird aufs Neue darüber diskutiert - nicht nur in Deutschland. Viele Menschen fürchten eine "Normalisierung" rechtsextremer Sprache und rechtsextremer Politik, die den Appell an ein "reines" Volk - ein Volk ohne "die vielen Fremden" - ebenso beinhaltet wie ständiges Abwerten von Staat, Recht, "System", anderen Parteien, Gruppen und Meinungen.
Zugleich steigt die Zahl der rechtsextremen "Tathandlungen" in Österreich: Sachbeschädigungen und Körperverletzungen, Verstöße gegen das Verbotsgesetz, Hass und Hetze im Internet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden um zehn Prozent mehr Vorfälle registriert. Die Täter sind meist junge Männer, ein Fünftel von ihnen ist zwischen 14 und 18 Jahren alt.
Warum fällt rechtsradikales Gedankengut in vielen demokratischen Ländern auf fruchtbaren Boden? Warum zieht es - neben den älteren - junge Menschen an? Warum wählen viele gegen ihre Interessen, als wären sie von Zerstörungslust getrieben? Wo sind die Werte geblieben, die sich westliche Demokratien an die Fahnen heften: Freiheit, Gleichheit, Menschlichkeit? Warum schwindet das Vertrauen in Staat und Politik? Und vor allem: wie kann es wieder gestärkt werden? Wie ist eine Umkehr möglich?
Andrea Hauer spricht mit dem Kulturphilosophen und Essayisten Wolfgang Müller-Funk, der soeben ein Buch geschrieben hat mit dem Titel "Was uns zusammenhält. Über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit". Rufen Sie uns an und reden Sie mit, unter 0800 22 69 79 oder punkteins(at)orf.at
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Information:
Wolfgang Müller-Funk: Was uns zusammenhält. Über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Verlag Sonderzahl 2026.
