Spielräume

Bluegrass Women

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Aktuelle Musik von den Haas Sisters, Lindsay Lou und anderen

Die in Kalifornien geborenen Schwestern Haas, Natalie (Violoncello) und Brittany (Violine), musizieren seit früher Kindheit miteinander. Ihre stilistische Bandbreite könnte mit "von Bach bis Bluegrass" beschrieben werden. Eine ausgeprägte Liebe zu skandinavischer Volksmusik erweitert das Repertoire zusätzlich. Zu hören ist das alles in höchster Qualität auf "North Node", dem im Juni veröffentlichten neuen Album. Originelle Titel wie "Excessive Vegetation" oder auch "Groundhog Hotel" machen zusätzlich neugierig. "North Node" ist erst das zweite gemeinsame Album der Haas Sisters, sind beide doch extrem gefragte Musikerinnen verschiedenster Bands.

Brittany Haas ist unter anderem auf "Bluegrass Women", dem neuen Album von Singer- Songwriterin Lindsay Lou, zu hören. Lindsay Lou singt seit vielen Jahren Bluegrass-Klassiker. Bei einigen sei ihr allerdings erst relativ spät die Autorinnenschaft klar geworden: "They were penned by a wife/mother/female artist", wie sie aktuell auf der Startseite ihrer Homepage schreibt. Diese legendären Künstlerinnen wie Ola Belle Reed oder Elizabeth Cotten schufen in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ihre Lieder und blieben in der von Männern dominierten Musikszene weitgehend Außenseiterinnen. Von Elizabeth Cotten stammt "Freight Train", ein außerordentlich berührender Song, den nicht nur Leute wie Paul McCartney oder Esther Ofarim im Repertoire haben.

"Freight Train" findet sich auch auf der demnächst zur Veröffentlichung anstehenden CD von Rhiannon Giddens, "Hope Is the Thing with Feathers". Giddens, Pulitzer-Preisträgerin und künstlerische Leiterin des Silk Road Projects, hat wiederum die Haas Sisters wiederholt zu Sessions und Aufnahmen eingeladen. It's a small world!

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