Baggerfahrer auf der Baustelle

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Im Fokus - Religion und Ethik

Teilzeitarbeit - Egoistischer Trend oder Ausdruck persönlicher Freiheit?

Aktuell im Fokus: "Marsch für Jesus" - Glaubensfest oder Großdemo? +++ Thema im Fokus: Start der neuen Reihe "Die entscheidende Frage" - Teilzeitarbeit - egoistischer Trend oder Ausdruck persönlicher Freiheit? +++ Serie: Wahn oder Weisheit? +++ Moderation: Alexandra Mantler

Aktuell im Fokus: "Marsch für Jesus" - Glaubensfest oder Großdemo?

Bis zu zehntausend Menschen werden kommenden Samstag zum "Marsch für Jesus" auf der Wiener Ringstraße erwartet. Veranstaltet wird der Marsch von den Plattformen "Kreis zur Einheit", "Evangelischen Allianz Österreich" und "Weg der Versöhnung". Er solle ein Statement für den Glauben an Jesus sein und dies auch in einer säkularisierten Gesellschaft öffentlich zeigen. Die Veranstalter wollen dem "Marsch für Jesus" explizit keinen politischen Anstrich geben. Offiziell seien Politikerinnen oder Politiker nicht eingeladen, aber willkommen, wie es heißt. Bei der gleichnamigen Veranstaltung vor zehn Jahren hatte der damalige Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz eine Rede gehalten. Mit dabei war damals auch Kardinal Christoph Schönborn. Der heutige Erzbischof von Wien, Josef Grünwidl, ist hingegen aus terminlichen Gründen nicht dabei. Welches gesellschaftliche Spektrum der Marsch abdeckt und welche Botschaften er vermittelt, hat Nikolaus Hofer recherchiert.

Im Studio spricht Judith Fürst mit der Religions- und Politikwissenschaftlerin Astrid Mattes von der Universität Wien über die gesellschaftspolitische Ausrichtung der teilnehmenden christlichen Gruppierungen und Organisationen, über die Möglichkeit der politischen Instrumentalisierung solcher Veranstaltungen, sowie über das Statement für den Glauben in einer säkularisierten Gesellschaft.


Thema im Fokus: Start der neuen Reihe "Die entscheidende Frage" - Teilzeitarbeit - egoistischer Trend oder Ausdruck persönlicher Freiheit?

Immer mehr Menschen in Österreich finden, dass ihnen eine 40-Stunden-Woche einfach zu viel ist, und entscheiden sich deswegen, freiwillig Teilzeit zu arbeiten. Die Wirtschaft in Österreich kritisiert immer wieder, die Teilzeitquote sei zu hoch. Befürworter:innen von Teilzeitarbeit sagen, es sei ihre eigene Entscheidung, für ein geringeres Gehalt mehr Freizeit zu haben. Kritiker:innen entgegnen, dass sich der Sozialstaat nicht nur mit Teilzeitarbeit finanzieren lasse und die Entscheidung Einzelner, dennoch weniger zu arbeiten, daher unsolidarisch gegenüber der Gemeinschaft sei.
Die "Im Fokus"-Reihe "Die entscheidende Frage" greift ethisch und gesellschaftlich brennende Fragen auf und bespricht sie mit Gästen, die für sich bereits eine Entscheidung getroffen haben. Diese Woche diskutieren der Unternehmer Jubin Honarfar und die Anwältin Francine Brogyányi mit Moderator Konstantin Obermayr über die Relevanz von Arbeit und Leistung, über Solidarität mit der Gemeinschaft und die entscheidende Frage: Darf ich freiwillig Teilzeit arbeiten? - Gestaltung: Lena Göbl, Irene Klissenbauer, Konstantin Obermayr, Amelie Sztatecsny


Serie: Wahn oder Weisheit?

Die Bibel erzählt von Wohltätern und Tyrannen, von Rausch, bitterer Verzweiflung und Größenwahn. Oft handelt es sich dabei um erzählerische Mittel. Aber was lässt sich in diesen Geschichten entdecken, wenn man im Hinterkopf das Wissen der modernen Psychologie hat? Die katholische Theologin, Philosophin und Psychotherapeutin in Ausbildung Claudia Paganini und der Theologe Simone Paganini gehen dieser Frage in ihrem populärwissenschaftlichen Buch "Wahn und Weisheit" nach. Nikolaus Hofer hat mit ihnen gesprochen. In der ersten Folge geht es um Alkohol und andere berauschende Substanzen, und darum, wie die Bibel auch ihren Missbrauch beschreibt.

Service

Simone Paganini, Claudia Paganini, "Zwischen Wahn und Weisheit. Psychische Erkrankungen im Leben biblischer Gestalten", Gütersloher Verlagshaus

Sendereihe

Gestaltung