Michel Foucaults

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Die Schatten der Disziplin (4)

L'amour

Geboren wurde Michel Foucault am 15. Oktober 1926 in Portiers, Départment Vienne, in ein katholisch-provinzielles Milieu. Ein Foto zeigt ihn als Messknaben. An der Sorbonne studierte er Philosophie und Psychologie. In diese Zeit fällt ein erster Selbstmordversuch, dem ein weiterer vier Jahre später folgt. Mögliche Gründe: Angstzustände, Homosexualität, Alkohol und das Internatsleben. Sein Zimmer im Internat dekorierte Foucault mit Abbildungen von Folterszenen. Nach einer psychiatrischen Behandlung sammelt der Student der Psychologie Anfang der 1950er erste Erfahrungen mit der Psychiatrie und besucht Vorlesungen des strukturalistischen Psychoanalytikers Jaques Lacon, liest Werke von Claude Lévi-Strauss und Friedrich Nietzsche, den er als Offenbarung bezeichnete. Am Lille Psychologie hat Foucault von 1952 - 55 eine Stellung als Assistent. 1960 fiel die Bekanntschaft zwischen Foucault und dem Soziologen Daniel Defert, seinem Lebensgefährten. Bei einem Essen soll Foucault gemeint haben, dass es keine Zivilisation geben könne, so lange nicht die Ehe unter Männern zugelassen würde. In seinen letzten Lebensjahren verbringt er viel Zeit in Kalifornien, wo er sich nach den Vorlesungen an der Universität in Berkely in die Homosexuellenszene in San Francisco begab. 1984 stirbt er an den Folgen einer HIV-Infektion.

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  • Hans Groiss