Im Gespräch
Thaddaeus Ropac, Galerist
Im Gespräch mit Armin Wolf
18. September 2026, 16:05
"London, Paris, Salzburg, Mailand, Seoul" steht ganz oben auf der Website des Galeristen Thaddaeus Ropac. Der 65jährige Kärntner, der mit Anfang zwanzig eine winzige Galerie in Salzburg aufgesperrt hat, zählt seit vielen Jahren zu den bedeutendsten und bekanntesten Galeristen der Welt. Ropac vertritt globale Superstars wie Anselm Kiefer, Axel Katz, Tony Cragg oder Marlene Dumas und die Nachlässe von Joseph Beuys, Georg Baselitz oder Robert Rauschenberg. Aus Österreich hat er Erwin Wurm, Arnulf Rainer oder Martha Jungwirth in seinem Programm - und seit kurzem auch Florentina Holzinger, deren aktuelle Biennale-Performance weltweit gefeiert wird. Aber was tut der "Mega-Galerist" eigentlich? "Es ist nicht so, dass hier jemand hereinmarschieren kann, etwas kaufen will und dann kriegt er das", hat Ropac einmal dem SPIEGEL erklärt: "Wir verkaufen nicht einfach, wir platzieren Kunst." Armin Wolf spricht mit Thaddaeus Ropac über eine Weltkarriere, die mit einem Kunstwerk aus drei Regenrinnen, zwei Tischen, einem Stuhl und einem Eimer voller Wäsche begann; über den globalen Kunstmarkt und seine Exzesse; über die Macht mancher Galeristen und über sein Bild von Österreich, wo der Wahl-Pariser seit vielen Jahren nur mehr zeitweise lebt.
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- Andreas Wolf
