YANNIC STEUERER
Gedanken für den Tag
Musik und Tanz
Lea Kalisch, Künstlerin, Sängerin, Filmemacherin und Performerin und Tobias Divack Moss, Rabbiner von Or Chadasch über die hohen jüdischen Feiertage
19. September 2026, 06:57
Kunst, egal ob Musik oder Tanz, ist für mich die Sprache des Menschen, der Atem, durch den man sein tiefstes Selbst erreicht und die Seele berührt. Es ist der direkteste, einfachste Weg, einander von Mensch zu Mensch zu begegnen und alles andere abzulegen, wenn man offen und demütig genug ist. Es braucht Mut.
Für mich steht fest, dass Musik besondere Kräfte hat, auch wenn das Judentum nicht an Magie im eigentlichen Sinne glaubt. Aber die jüdischen Mystiker lernen, dass es Paläste gibt, die sich nur durch Gesang öffnen lassen. Daher arbeite ich seit einem Jahr fleißig an meiner Stimme. Und ehrlich gesagt bin ich der totale Musik-Nerd. Ich könnte den ganzen Tag musizieren, entweder auf der Mandoline oder der Gitarre.
Und seit kurzer Zeit habe ich eine große Leidenschaft für das Tamburin entdeckt, welches übrigens eines der altisraelischen Instrumente ist.
Vor allem während den hohen Feiertagen gibt es bestimmte Melodien, die uns beiden tief unter die Haut gehen. Sie verbinden uns mit den vergangenen Jahrzehnten und unseren Vorfahren. Da sind wir voller Ehrfurcht. Und sie helfen uns, die verhärteten Stellen in unserem Herzen im Gebet wieder zu öffnen. Und in diesem Sinne hier ein Soundbite von einer neuen Melodie.
Service
Sendereihe
Gestaltung
Playlist
Komponist/Komponistin: Lea Kalisch
Textdichter/Textdichterin, Textquelle: Lea Kalisch
Textdichter/Textdichterin, Textquelle: Itzik Manger
Album: Shtetl Neshume
Titel: In a stranger's bed
Ausführende: Lea Kalisch & Der Senster Gob
Länge: 01:20 min
Label: Eigenverlag
