Radiokolleg

Wiederherstellung der Natur (2)

Flüsse und Auen vernetzen

Im 19. Jahrhundert wurde begonnen, Flüsse in großem Stil zu begradigen und zu "regulieren", um Überschwemmungen zu verhindern, die Schifffahrt zu erleichtern und Land zu gewinnen. Das verständliche Anliegen hat jedoch viele Nachteile: Das Wasser fließt schneller ab, der Lebensraum für Fische und andere Lebewesen wird beeinträchtigt und zerstört, die Verbindung zum Grundwasser und zu Auen gehen verloren, Starkniederschläge führen teils zu mehr Hochwassergefahr als zuvor. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie schreibt vor, beeinträchtigte Flüsse bis Herbst 2027 in einen besseren Zustand zu bringen. Daran schließt nun die EU Renaturierungsverordnung an: Bis 2030 müssen mindestens 25.000 Flusskilometer wieder frei fließen können.

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  • Sonja Bettel