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Im Fokus - Religion und Ethik

Mit Gott gegen die Demokratie?

Aktuell im Fokus: Neuer Umgang mit Kirchen unter Ungarns Ministerpräsident Magyar +++ Thema im Fokus: Mit Gott gegen die Demokratie? Religion, Politik und die neuen Kulturkämpfe +++ Serie: Heilige "Schlupflöcher" und göttliche "Grauzonen"

Aktuell im Fokus: Neuer Umgang mit Kirchen unter Ungarns Ministerpräsident Magyar

Sechs Monate ist Péter Magyar nun im Amt und seine Regierung hat bereits erste Schritte eingeleitet, mit denen das System der Vorgängerregierung unter Viktor Orbán umgebaut werden soll. Davon betroffen sind auch die Religionsgemeinschaften und Kirchen und das sogenannte Kinderschutzgesetz. Aus dem Gesetz wurden jene Passagen gestrichen, die die "Förderung und Darstellung" von Homosexualität in Medien für Minderjährige verboten hatten.
Erfolgreich war unterdessen der methodistische Pastor Gábor Iványi, Gründer der Ungarischen Evangelischen Bruderschaft: Seit September ist sie wieder offiziell als Kirche anerkannt. 2011/2012 war ihr dieser Status durch eine Verfassungsänderung aberkannt worden, mit erheblichen finanziellen Einbußen, was die Arbeit für sozial Benachteiligte deutlich erschwerte. Wie es Iványi nach dem Gerichtsurteil geht, unter anderem darüber berichtet ORF-Korrespondent Paul Krisai aus Budapest.

Im Studio spricht Judith Fürst mit Péter Techet, Jurist, Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für den Donauraum und Mitteleuropa, darüber, wie die neue Regierung unter Péter Magyar mit den Religionsgemeinschaften und Kirchen umgeht, in welchen gesellschaftspolitischen Fragen Péter Magyar liberaler denkt als sein Vorgänger und über die Frauen- und Genderpolitik der Tisza-Partei.


Thema im Fokus: Mit Gott gegen die Demokratie? Religion, Politik und die neuen Kulturkämpfe

In den USA lässt sich derzeit beobachten, wie sich religiöse Narrative mit autoritären Ideologien verbinden und demokratische Strukturen dadurch unter Druck geraten. Mit der Präsidentschaft Donald Trumps sind weiße christliche Nationalisten an die Schlüsselstellen der Macht in der US-Regierung gekommen. Im Namen Gottes verfolgen sie eine reaktionäre politische Agenda, die der traditionell liberalen demokratischen Gesellschaftsordnung in den USA den Kampf angesagt hat. Johannes Kaup zeichnet die Personen und Motive der konservativen Revolution, wie sie von manchen genannt wird, nach und zeigt auch, welche zivilgesellschaftlichen und religiösen Widerstandskräfte sich gerade gegen die Erosion des Demokratischen bilden. Dazu hat er mit dem Journalisten und evangelischen Theologen Arnd Henze gesprochen. Der langjährige USA-Korrespondent der ARD hat jüngst das Buch "Mit Gott gegen die Demokratie" veröffentlicht. Darin wird deutlich, wie religiöse Argumentationen in politischen Auseinandersetzungen genutzt werden und wo die Grenze überschritten wird, wenn Religion für Machtpolitik missbraucht wird.


Serie: Heilige "Schlupflöcher" und göttliche "Grauzonen"

Zu Fuß, mit dem Bus, im Lift oder auf der Rolltreppe: Jeden Tag legen wir Wege zurück, ohne groß darüber nachzudenken. In vielen Religionen werden Wege dagegen bewusst gegangen, manchmal über hunderte Kilometer. Und mitunter sind Bewegungen auch durch religiöse Vorschriften eingeschränkt. Wie das mit dem Alltag zusammengeht, fragt Katharina Fenkart im zweiten Teil ihrer Serie.

Service

Arnd Henze, "Mit Gott gegen die Demokratie", Gütersloher Verlagshaus 2026

Sendereihe

Gestaltung