Spielräume

Spontane Trialoge mit Storytelling-Charakter

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Neue Trioalben von Wolfgang Muthspiel und von Heinrich von Kalnein/Kenji Herbert/Jan Samson Krizanic

Zwei heimische Trios stellen sich auf unterschiedliche Weise der Herausforderung der achtsamen, klischeefreien und doch schlüssigen Interaktion im Moment.

Acht Jahre nach dem Live-Debüt hat das Wolfgang Muthspiel Chamber Trio unlängst sein erstes Album veröffentlicht. Es heißt "Atlas" und zeigt den in Wien lebenden steirischen Gitarristen im offenen Dialog mit Trompeter Mario Rom und dem Schweizer Pianisten Colin Vallon. Als Basis fungieren vor allem die Kompositionen des Bandleaders, wobei die drei Musiker trotz der schlagzeuglosen Besetzung mitunter hitzige Rasanz an den Tag legen. Muthspiels Chamber Trio ist gleich doppelt für den Österreichischen Jazzpreis 2026 nominiert, sowohl in der Kategorie "Best Album" als auch in der Kategorie "Best Live Act". Der Österreichische Jazzpreis wird heuer am 28. November im Dom im Berg in Graz vergeben.

Der Schlagzeuger Jan Samson Krizanic, ebenfalls steirischer Wahl-Wiener, hat sich im Rahmen des von ihm gegründeten Trios Polycrisis mit Gitarrist Kenji Herbert und dem bis 2025 am Jazzinstitut der Grazer Kunstuniversität lehrenden Saxofonisten Heinrich von Kalnein zusammengetan: Hier wird gänzlich dem intuitiven Austausch gefrönt, wobei man auf melodische Entwicklung und erzählerische Stringenz viel Wert legt. Freier Jazz mit Storytelling-Charakter. Am 16. Oktober wird im Wiener RadioKulturhaus das Polycrisis-Debüt-Album "Probably Possible" präsentiert.

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16.10.2026 Wien, RadioKulturhaus

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