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Europa-Journal
Ukraine-Krieg, Italien, Belgien
US-Kehrtwende bei Ukraine: Hält die EU dagegen? +++ Ukraine: Züge als Zielscheibe der Russen +++ Italien: Ein Mord in Kairo bringt Meloni in Bedrängnis +++ Belgien: Was ist von "Black Lives Matter" geblieben?
16. Oktober 2026, 18:25
US-Kehrtwende bei Ukraine: Hält die EU dagegen?
Die Ukraine fühlt sich "verraten" vom langjährigen Verbündeten USA - das sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij diese Woche, nachdem US-Präsident Trump einen Deal mit Russland eingegangen ist. Die USA fordern außerdem einen Machtwechsel in der Ukraine und werfen Kiew vor, einen Frieden zu blockieren. Wie reagiert die EU um das Vakuum, das Washington bei der Ukraine-Hilfe hinterlassen könnte, zu füllen? Und kann sich Europa auch angesichts der hybriden Bedrohung durch Russland ohne die Amerikaner schützen? Dazu ein Gespräch mit Christian Wigand, einem der ranghöchsten Österreicher in der EU-Kommission. Er ist der neue Sprecher für die europäische Außen- und Sicherheitspolitik.
Ukraine: Züge als Zielscheibe der Russen
Russische Drohnen nehmen immer öfter gezielt ukrainische Züge ins Visier. Russland will mit den Angriffen auf die Eisenbahn Versorgungswege für die Ukraine abschneiden. Für die Bahn und ihre Mitarbeitenden ist daher jede Fahrt mit einem enormen Risiko verbunden. Wie schafft es die Ukraine die Bahnverbindungen aufrecht zu halten und wie fühlt sich der Arbeitsalltag für die Beschäftigten an? ARD-Reporter Marc Dugge mit einer Reportage aus der Ukraine.
Italien: Ein Mord in Kairo bringt Meloni in Bedrängnis
Mehr als zehn Jahre nach dem Mord an dem italienischen Studierenden Giulio Regeni in Ägypten ist ein Urteil gefallen. Drei ägyptische Geheimdienstbeamte wurden in Abwesenheit in Rom wegen der Entführung Regenis zu zehn Jahren Haft verurteilt, nicht aber wegen seiner Tötung. Für die Hinterbliebenen ist das nur ein Teilerfolg, denn die Verurteilten sind in Ägypten weiterhin auf freiem Fuß. Der Fall Regeni bringt daher die italienische Regierung zunehmend unter Zugzwang. ORF-Korrespondentin Sophie Roupetz berichtet aus Rom.
Belgien: Was ist von "Black Lives Matter" geblieben?
Um die "Black-Lives-Matter"-Bewegung ist es still geworden. Der gewaltsame Erstickungstod des US-Afroamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten im Mai 2020, hat weltweit Massenproteste gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst. Auch in Belgien sind damals tausende Menschen auf die Straße gegangen - eine Million belgische StaatsbürgerInnen hat afrikanische Wurzeln. Außerdem blickt das Land auf eine gewaltbeladene Kolonialvergangenheit zurück. Mathilde Köchl aus dem ORF-Büro Brüssel hat sich angesehen, was in Belgien von der "Black Lives Matter"-Bewegung übrig ist.
Moderation: Martha Georgiew
