Christine Wunnicke

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Radiogeschichten

Frauenleben im Paris des 18. Jahrhunderts

"Wachs". Von Christine Wunnicke (Georg Büchner Preis 2026 - Verleihung am 24.10.). Es liest Brigitte Karner (Ausschnitt).

Zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten, finden im Frankreich des 18. Jahrhunderts zueinander: Da ist die 13jährige Apothekerstochter Marie Biheron, die unbedingt Anatomin werden will und Leichen seziert, und
Madeleine Basseporte, eine der berühmtesten botanischen Zeichnerinnen Frankreichs und ihre Lehrerin. Marie will den menschlichen Körper verstehen, durch ihr Selbststudium und ihren unerschütterlichen Ehrgeiz als Autodidaktin ist sie zum "besten Anatom von Paris" geworden, allerdings ohne Einkommen. Madeleine, Chefzeichnerin am Botanischen Garten in Paris, bringt Marie als ihre Lebenspartnerin und ihre Mutter mit durch. Mit ihrer Idee, künstliche Leichen mit den Innenteilen aus Wachs zu erstellen, wird Marie schließlich berühmt und erfolgreich.

Christine Wunnicke rekonstruiert in "Wachs" das exzentrische Leben einer vergessenen Figur und zeigt dabei zwei Frauenleben im Paris des 18. Jahrhunderts. Die 1966 in München geborene Autorin studierte Linguistik, Altgermanistik und Psychologie, sie übersetzt aus dem Englischen und Italienischen. Die vielfach Ausgezeichnete schreibt in ihren Romanen über außergewöhnliche, historisch verbürgte Figuren und Wissenswelten, meist im 17., 18. oder 19. Jahrhundert angesiedelt.

Am 24. Oktober erhält Christine Wunnicke den Georg-Büchner-Preis 2026 für ihr Gesamtwerk. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis zählt zu den wichtigsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum.

Service

Christine Wunnicke, "Wachs", Roman, Berenberg Verlag, 2025

Sendereihe

Gestaltung

  • Stefanie Zussner

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