Mit.Schnitt

Albumpräsentation "Nachtvogel"

Musik aus dem RadioKulturhaus. Helene Glüxam, Kontrabass (aufgenommen am 22. September)

Helene Glüxam hat mit dem Kontrabass angefangen, ohne die Absicht professionelle Musikerin zu werden. Sie hat in diesem Instrument aber wohl jene Vertraute gefunden, der es ihr ermöglichte ihre Musik, ihren Ausdruck zu finden. Da war ein inneres Drängen, die tief liegende, irgendwie unbeirrbare Gewissheit, mit diesem Instrument der ihr innewohnenden Kreativität auf die Schliche zu kommen, wenn man will vielleicht dem Ventil, dessen es bedarf um dem Luft zu machen, was in einem steckt. Dass da einmal ihre Stimme dazu kommen könnte, um dem Potential, dem Ausmaß der Fähigkeiten, die in ihr stecken gerecht zu werden oder immer näher zu kommen, das hat die Künstlerin, die inzwischen viel Erfahrung in verschiedensten Kontexten sammeln durfte, wohl damals selber noch nicht geahnt. Ach ja, und sie ist definitiv Profimusikerin im besten Sinn geworden.

Dem pädagogischen Bachelor-Studium in Wien folgten ein Masterstudium in Linz und dazwischen: Viel Musik und die Entdeckung der wissenschaftlichen Ader in ihr - das Masterprojekt mit dem Titel Begegnungen mit David Josef Bach, dem Begründer der Arbeitersinfoniekonzerte geben davon beredtes Zeugnis. Daneben wurde sie mit dem Österreichischen Jazzpreis in der Kategorie Best Newcomer ausgezeichnet, für ihr Soloprojekt im Spannungsfeld zwischen tiefem Bass und hoher Stimme wurde sie 2025/26 ins Förderprogramm der NASOM (The New Austrian Sound of Music) aufgenommen.

Helene Glüxam hat am 22. September heuer ihr Solo-Album-Debüt im RadioKulturHaus Wien präsentiert. Das Publikum konnte den konsequent dem Selbstzweck der Musik dienenden Darbietungen spielend und begeistert folgen.

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