RENEE SCHROEDER
Am Puls - Gesundheit und Medizin
Essigpatscherl trifft Jiaogulan-Tee
Schnelltests in der Praxis ++ Gesunder Ruhepuls ++ Live Am Puls - Sprechstunde: Ost trifft West - Heilen mit TCM und TEM | Zu Gast: Ching-Ling Tan-Bleinroth, Allgemeinmedizinerin, Traditionelle Chinesische Medizin; Petra Zizenbacher, Allgemeinmedizinerin, Traditionelle Europäische Medizin | Moderation: Sonja Watzka | Redaktion: Ronny Tekal | Anrufe: 0800 22 69 79 | E-Mail: ampuls@orf.at
29. Oktober 2026, 16:05
Heilen zwischen den Kulturen
Wenn sich in den kommenden Wochen traditionsgemäß Schnupfen, Husten und Heiserkeit unter die Gesellschaft mischen, halten viele Betroffene hohe Stücke auf die Heilkraft der guten, alten Hausmittel: Zwiebelauflagen, Topfenwickel, Essigpatscherl, Spitzwegerich- oder Salbeitee, Heublumensäcke mit ätherischen Ölen, Tannenwipfelsirup und die von den Großeltern so favorisierte Milch mit Honig - vielleicht sogar mit einem kleinen Stamperl Schnaps darin.
In den letzten Jahrzehnten hat sich auch das Wissen um Heilanwendungen aus dem ostasiatischen Raum hierzulande verbreitet. Begriffe wie Yin und Yang, die "Fünf Elemente", die Meridiane und das Chi als grundlegende Lebensenergie bilden die Basis. Dazu kommen Gewürze wie Sternanis (Ba Jiao Hui Xiang), Ingwer (Sheng Jiang), Kurkuma (Jiang Huang) oder das Kraut der Unsterblichkeit (Jiaogulan). Nachdem sich die "Traditionell Chinesische Medizin (TCM)" zunehmender Beliebtheit erfreute, hat sich im 21. Jahrhundert der Begriff "Traditionell Europäische Medizin (TEM)" als Pendant etabliert: Ein bunter Strauß alter Heilmethoden, von Paracelsus über die Klostermedizin Hildegard von Bingens bis zu den Anwendungen von Sebastian Kneipp.
So unterschiedlich die beiden Systeme in den zugrundeliegenden Weltbildern auch sind, gibt es dennoch zahlreiche Überschneidungen - und sie lassen sich durchaus auch kombinieren. Hauptsache, man wird wieder gesund - und weiß über die Grenzen der Naturheilkunde Bescheid.
Sonja Watzka spricht über die traditionellen Verfahren und stellt zahlreiche Hausmittel aus dem Garten von Mutter Natur vor. Möge die Erkältungssaison beginnen.
Zu Gast:
Ching-Ling Tan-Bleinroth
Ärztin für Allgemeinmedizin
Traditionell chinesische Medizin (TCM) Akupunktur und Naturheilverfahren
Petra Zizenbacher
Ärztin für Allgemeinmedizin
Traditionell europäische Medizin (TEM) Naturheilärztin, Kräuterheilkunde
Nur Schnupfen oder doch was Ernsteres?
Spätestens seit der Corona-Pandemie kennen wir die kleinen Schnelltests: Ein Abstrich aus Nase oder Rachen, ein paar Tropfen Lösung auf den Teststreifen - und nach wenigen Minuten steht das Ergebnis fest. Auch in der Ordination lassen sich über solche Abstriche oder einen Bluttropfen heute SARS-CoV-2, Influenza A und B, RSV oder der Entzündungswert CRP direkt vor Ort bestimmen. Allerdings werden die Kosten für solche Point-of-care-Laboruntersuchungen nur zum Teil von den Krankenkassen übernommen.
Am 16. Oktober forderte die Wiener Ärztekammer angesichts der frühen Grippewelle - und nicht zum ersten Mal - daher mehr kassenfinanzierte CRP- und Influenza-Tests. Die zuständige ÖGK steht, abgesehen vom ökonomischen Aspekt, einem gießkannenartigen Einsatz bei banalen Infekten kritisch gegenüber. Die entscheidende Frage lautet: Wann bringt ein Schnelltest wirklich etwas - und verändert er überhaupt die Behandlung?
Ronny Tekal hat den Internisten und Infektiologen Philipp Bauer vors Mikrofon gebeten und mit ihm über Schnelltests, Influenza- und COVID-Medikamente oder unnötige Antibiotikagaben gesprochen - und darum, warum gerade bei Risikopatientinnen und -patienten eine frühe Abklärung sinnvoll sein kann.
Ein Beitrag von Norbert Peter.
Interviewpartner:
Philipp Bauer
Facharzt für Innere Medizin
Leiter der Infektiologie
Klinik Diakonissen, Schladming, Steiermark
Rubrik "Eine Frage noch"
"Wie hoch sollte mein Ruhepuls sein?"
Die Antwort gibt Jürgen Nowy
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, Sportmediziner
"Herz im Zentrum", Maria Anzbach, Niederösterreich
Ein Beitrag von Norbert Peter
Service
Herz im Zentrum, Maria Anzbach
