Im Fokus - Religion und Ethik
Die Spuren des Papstes in Peru
Mit diesem Thema im Fokus: 20 Jahre in Peru: Als Priester, Missionar, Lehrer und schließlich als Bischof hat Robert Prevost in diesem südamerikanischen Land viele seiner theologischen und pastoralen Ideen entwickelt
11. November 2026, 16:05
In den Diözesen Chulucanas und Trujillo in den Jahren 1985 bis 1998, dann als Bischof von Chiclayo zwischen 2014 und 2023 lebt er unter Armen und Indigenen, erlebt Zeiten schwerer politischer Gewalt. Die Sorge für die Armen, für die Umwelt und das Eintreten für Frieden und Gerechtigkeit, die ihn prägen, ist zu einem großen Teil aus der südamerikanischen Perspektive zu verstehen.
Auf den Spuren von Leo XIV. begibt sich Peter Beringer nach Peru. Er besucht dort die Wirkungsstätten des damaligen Missionars und Bischofs und spricht mit seinen Weggefährtinnen und Freunden: Augustinerbrüder und Nonnen, Priester und Laien. Sie finden sich in Chulucanas, weit im Norden des Landes, besonders in den Pfarren San José Obrero und Yapatera, in denen viele Afroperuaner:innen und Nachkommen von Indigenen wohnen und in denen sich Prevost in seinem ersten Jahr in Peru besonders wohlgefühlt hat; in Trujillo im Priesterseminar und dem Augustinerkloster, die Prevost als akademischer Lehrer geprägt und mitaufgebaut hat. Viele berichten von seiner ausgeprägten Bereitschaft, zuzuhören, aber auch von seiner Fähigkeit, methodisch einen einmal eingeschlagenen Weg durchzusetzen. In der von Prevost gegründeten Pfarre Santa Rita de Cascia, ebenfalls in Trujillo, kann man das Funktionieren des für Nordperu typischen, laiengestützten Pfarralltags besonders gut beobachten. In der Kathedrale von Chiclayo begegnen wir dem heutigen Bischof, Edinson Farfán Córdova, einem Augustiner, der an den gleichen Orten wirkte wie Prevost und ihn sehr gut kennt. - Gestaltung: Peter Beringer
