Radiogeschichten

"Stimmen der Wut-Frauen erzählen- Folge 1: WUT LERNEN" von Elisabeth Weilenmann

Wütende Männer gelten oftmals als stark, wütende Frauen als hysterisch. Warum ist das so? Und was geschieht mit einer Wut, die Mädchen schon von klein auf lernen zu unterdrücken? Im März 2026 hat Elisabeth Weilenmann einen Aufruf an Frauen gerichtet, ihre persönlichen Wuterfahrungen zu teilen und davon zu erzählen, wie sie mit ihrer Wut umgehen.

Zahlreiche Frauen sind dieser Einladung gefolgt. Ihre Berichte sind in die fünfteilige Serie "Stimmen der Wut - Frauen erzählen" eingeflossen. Elisabeth Weilenmann hat viele dieser Frauen persönlich getroffen und mit ihnen gesprochen. Andere Erfahrungen und Texte werden von Schauspielerinnen gelesen und erhalten so eine eigene Stimme.

In der ersten Folge dieser Serie geht es um die Frage, wie Frauen den Umgang mit ihrer Wut erlernen und warum sie so oft keinen Platz dafür finden. Frauen berichten von Kindheitserfahrungen, in denen weinen erlaubt war, wütend sein aber nicht. Die Theologin und Ethikerin Mirijam Salfinger beleuchtet die religiösen und patriarchalen Vorstellungen, die das Ideal der stillen, sanften und aufopfernden Frau geprägt haben. Die Frauenpolitikerin Marion Gebhardt erinnert an die rechtliche und gesellschaftliche Ungleichheit, gegen die Frauen über Jahrzehnte aufbegehrt haben. Und die Psychotherapeutin Katharina Oppolzer zeigt, welche Kraft in der Wut liegen kann: Sie hilft, Grenzen zu setzen, sich zu verteidigen und Veränderungen anzustoßen. Denn Wut ist nicht nur ein Gefühl, das es zu beherrschen gilt. Sie kann auch ein Signal sein, dass etwas ungerecht ist und dass sich etwas ändern muss.

Service

Rebecca Traister, "Good and Mad: The Revolutionary Power of Women's Anger", Simon & Schuster, 2018.

Sendereihe

Gestaltung

  • Elisabeth Weilenmann

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