Radiokolleg
Ökozid - das fünfte Verbrechen gegen die Menschheit? (3)
Wer steht vor Gericht?
18. November 2026, 09:05
Was würde geschehen, wenn der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag offiziell Ökozid zum "fünften Verbrechen gegen die Menschheit" erklärt? Wer würde als erstes vorgeladen werden? Wie kann man Schuld gegenüber der Umwelt messen? Wieweit in die Vergangenheit und Zukunft kann diese Schuld vernünftigerweise erklärt werden? Und wer würde sich gegen diese Schuldsprechung am wahrscheinlichsten wehren?
Der dritte Teil befragt Anwält:innen, Rechtsexpert:innen und Kriminalpsychologin über die erwartbaren Folgen zukünftiger Ökozidprozesse. Hierbei sollen sowohl die rechtlichen und geopolitischen, aber auch die gesellschaftlichen und psychologischen Folgen betrachtet werden. Denn die gerichtliche Schuldsprechung eines neuartigen Verbrechens macht auch etwas mit unbeteiligten Individuen, die Teil einer ökologisch bewussten Gesellschaft sind. Neben den objektiven Konsequenzen von Ökozid widmet sich dieser Teil also auch den psychologischen Effekten einer "Konkretisierung" der Klimaschuld.
Gestaltung: Kilian Jörg
