Radiogeschichten

"Stimmen der Wut-Frauen erzählen - Folge 3: WUT ZEIGEN" von Elisabeth Weilenmann

Wie dürfen Frauen wütend sein? Laut, deutlich, ohne zu lächeln und ohne sich dafür zu entschuldigen? Und was geschieht, wenn sie ihre Wut nicht länger verbergen, sondern zeigen, etwa auf der Straße, im Alltag oder auf der Bühne? In der fünfteiligen Serie "Stimmen der Wut - Frauen erzählen" hat Elisabeth Weilenmann im März Frauen eingeladen, ihre persönlichen Wuterfahrungen zu teilen. Viele sind diesem Aufruf gefolgt.

Die Erinnerungen, Erlebnisse und Gedanken jener Frauen, die sich auf den Aufruf gemeldet haben, sind in diese Serie eingeflossen. In der dritten Folge geht es darum der weiblichen Wut Ausdruck zu verleihen und darum, wie viel Mut es kosten kann, sich mit ihr sichtbar zu machen.

Die Sozialarbeiterin und Märchenerzählerin Barbara Beinsteiner unterscheidet zwischen der zerstörerischen und der "lichten" Seite der Wut: jener Klarheit, die es ermöglicht, für sich selbst einzustehen und deutlich zu sagen, wofür man ist und wogegen man sich wehrt. Die Schauspielerinnen Stefanie Reinsperger und Marlena Reinwald erzählen, wie sie mit ihrer Wut umgehen und welche Möglichkeiten die Bühne bietet, Gefühle auszudrücken, für die im Alltag oft wenig Platz bleibt. Reinsperger berichtet auch von Anfeindungen und Beschimpfungen, die sie wegen ihres Körpers erlebt hat und davon, wie wichtig es ist, trotz solcher Erfahrungen Haltung zu zeigen.

Und ein Besuch im Wiener WUTSTOCK führt zu einem Ort, an dem Menschen ihre Wut körperlich ausdrücken und angestaute Emotionen herauslassen können.

Service

Stefanie Reinsperger, "Ganz schön wütend", Molden Verlag, 2022.
https://www.wutstock.at

Sendereihe

Gestaltung

  • Elisabeth Weilenmann

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