APA-IMAGES/ANDREAS TISCHLER
Ö1 Klassik-Treffpunkt
Live aus dem RadioCafe im RadioKulturhaus in Wien
Gäste: Schauspielerin Andrea Eckert und Tenor Daniel Behle
Präsentation: Helene Breisach
21. November 2026, 10:05
Am 22. November 2026 steht an der Wiener Staatsoper die Premiere der Neuproduktion von Strauss Ariadne auf Naxos auf dem Programm. Die legendäre Sprechrolle des Haushofmeisters wird in der Inszenierung von Barrie Kosky zur Haushofmeisterin, gespielt von Andrea Eckert. Der Tenor Daniel Behle singt die Hauptrolle des Bacchus.
Regisseur Barrie Kosky siedelt die Oper von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal in der Villa Beer an. Die historische Villa im 13. Bezirk in Wien wurde jüngst - frisch saniert - für Besichtigungen geöffnet und hat eine durchaus musik-affine Vergangenheit: Zu ihren Kurzzeit-Mietern gehörten etwa Richard Tauber, Jan Kiepura, Martha Eggerth und Marcel Prawy.
Musik-affin ist auch die Umgebung, in die die Opernhandlung von Ariadne auf Naxos eingebettet ist: ein großbürgerliches Haus in Wien, in dem man sich gerne mit Künstler:innen umgibt. Dass bei dem Assemblé, der geplanten Gesellschaft mit Opernaufführung, in diesem Haus alles geordnet über die Bühne geht, liegt im Verantwortungsbereich der Haushofmeisterin. Unter ihrer Aufsicht treffen leichte Muse und große Oper aufeinander: Komisches prallt auf Tragisches, Wechsel auf Beständiges. Zuletzt werden verschiedene Haltungen zum Leben und zur Liebe verhandelt. Schließlich sorgt Bacchus - oder Dionysos, der Gott des Theaters - in Koskys Interpretation dafür, dass aus den Gegensätzen etwas Neues entsteht.
Im Ö1 Klassik-Treffpunkt erzählen Daniel Behle und Andrea Eckert von der Neuinszenierung an der Wiener Staatsoper, berichten von weiteren aktuellen Projekten, musikalischen Vorlieben und Ideen für das Theater.
