Ausgewählt
Der spanische Komponist Manuel de Falla
Wenige Werke, große Wirkung
24. November 2026, 10:05
Diesen November erinnern gleich zwei Jubiläen an Manuel de Falla: sein 150. Geburtstag und sein 80. Todestag. Für die Ö1 Musikredaktion ist das ein Auftrag sich einmal näher mit dieser Schlüsselfigur der spanischen Moderne zu beschäftigen.
Der 1876 in Cádiz geborene Komponist verband die musikalischen Traditionen seiner Heimat nämlich mit den Klangwelten des französischen Impressionismus und entwickelte daraus eine unverwechselbare Sprache. Werke wie "El amor brujo", "Der Dreispitz" oder die "Nächte in spanischen Gärten" machten ihn international bekannt. Später löste sich de Falla zunehmend von folkloristischen Spanien-Klischees und fand zu einer herberen, konzentrierten Tonsprache. Zu entdecken ist dabei ein Komponist, der weit mehr war als ein musikalischer Botschafter Spaniens. Hinter dem farbigen Klangreiz seiner Musik steht ein zunehmend asketischer Künstler, der Tradition, Moderne und nationale Identität immer wieder neu ausgelotet hat.
