Ambiente - von der Kunst des Reisens
Von Luxor nach Assuan
Ambiente Spezial:
Totentempel, Felsgräber, Alabaster, Feluken und Staudämme - eine Reise durch das alte und neue Ägypten
29. November 2026, 10:05
In Luxor und Karnak in Oberägypten befindet sich zu beiden Seiten des Nils der größte erhaltene Komplex von Tempeln und Gräbern aus dem Reich der Pharaonen. Im Tal der Könige ließen sich vor allem die Herrscher des neuen Reichs, also von circa 1550 bis 1069 vor Christus in reich dekorierten Grabkammern bestatten. Seit dem Anschlag von Luxor in im Jahr 1997, bei dem 62 ausländische Touristinnen und Touristen in Deir el-Bahari von Islamisten ermordet wurden, ist das Sicherheitsaufgebot der Polizei unübersehbar. Sämtliche historischen Stätten dürfen nur mit gescannten Rucksäcken betreten werden, die Zahl der automatischen Waffen der Beamten ist beachtlich. Dem Besucheraufkommen tut dies keinen Abbruch, denn die antike Nekropole Deir el-Bahari auf der Westseite des Nils und das Tal der Könige verfügt über höchst sehenswerte Totentempel und Felsengräber.
Von Luxor nach Assuan reist man am besten per Schiff, auch wenn Nilkreuzfahrten längst kein Geheimtipp mehr sind. Das Abenteuer ist äußerst kontrolliert. Das Sicherheitsaufgebot der Polizei unübersehbar. Die Schiffe haben hohen Standard, die Verpflegung ist ausgezeichnet und der Service der Crew exzellent, nur die Rauchschwaden der Dieselmotoren trüben etwas das Wohlbefinden an Deck. Von elektrisch betriebenen Schiffen träumt man noch. Da fehlt an allen Ecken die Infrastruktur. Dennoch boomt das Geschäft: mehr als 160 Kreuzfahrtschiffe sind regelmäßig auf dem Nil unterwegs. Dem Gespenst "Overtourismus" versucht man mit einer verbesserten Verteilung der Kapazitäten entgegenzuwirken.
Assuan liegt im Süden Ägyptens unterhalb des Ersten Kataraktes am östlichen Ufer des Nils und etwa 13 km nördlich des 5250 km² großen Nassersees, der durch den Bau des Assuan-Hochdamms entstand. Dieser Assuan-Staudamm ist 3,6 Kilometer lang und 111 Meter hoch. Er wurde 1971 eingeweiht und dient unter anderem der Stromerzeugung, ist aber auch ein Um den Bau des Staudamms ermöglichen zu können wurde ein großer Teil der nubischen Bevölkerung u.a. nach Kom Ombo umgesiedelt. Mit Hilfe der UNESCO wurden mehrere historische Tempel und archäologische Stätten umgesiedelt, neben den Tempeln von Abu Simbel auch der Isis-Tempel der überfluteten Insel Philae. Er wurde in 44.000 Einzelteile zerlegt und auf der Insel Agilkia wiederaufgebaut. Assuan ist außerdem für seine traditionellen Märkte und nubische Kultur bekannt, sowie für das Hotel Old Cataract, in dem einst Agatha Christie residierte, während ihr Ehemann, ein Archäologe auf der Insel Elephantine forschte
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