"Wasserlilien", Ausschnitt - Gemälde von Claude Monet

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Gedanken für den Tag

Die Farbe des Augenblicks

Johanna Schwanberg, Direktorin des Dom Museum Wien und Präsidentin von ICOM Österreich, zum 100. Todestag von Claude Monet

Claude Monet hat nicht nur die Malerei, sondern auch die Wahrnehmung von Licht, Farbe und Landschaft grundlegend verändert. Seine Bilder scheinen unmittelbar zugänglich - und sind doch das Ergebnis einer beharrlichen künstlerischen Suche in einer Zeit großer gesellschaftlicher und technischer Umbrüche. Anlässlich seines 100. Todestages folgt Johanna Schwanberg in den "Gedanken für den Tag" Monets bewegtem Lebensweg: von den frühen Jahren, finanzieller Not und öffentlichem Spott bis zu den weltberühmten Seerosenbildern von Giverny. Zur Sprache kommen die Menschen, Städte und Landschaften seiner Zeit ebenso wie Eisenbahnen, Arbeitsleben und moderne Freizeitwelten. Johanna Schwanberg zoomt in bekannte und weniger bekannte Werke hinein und richtet besonderes Augenmerk auf Monets serielle Arbeitsweise. Heuschober, Pappeln, die Kathedrale von Rouen oder den Seerosenteich malte er immer wieder - bei verändertem Licht, Wetter und zu unterschiedlichen Tageszeiten. So wird nicht allein das Motiv, sondern der Wandel des Sehens zum Gegenstand seiner Kunst.

Ausgehend von der Bildbetrachtung stellt Johanna Schwanberg Bezüge zur Gegenwart und zu ihrer eigenen Erfahrungs- und Erlebniswelt her. Dabei geht sie der Frage nach, warum Monets Kunst heute noch spannend ist und welche Verbindungen sich zwischen ihr und dem Leben entdecken lassen.

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