Radiokolleg

Outfit. Was wir tragen und warum (2)

Der Rucksack

Der Rucksack findet sich auf den Schultern von sehr unterschiedlichen Trägerinnen und Trägern: Von Soldaten, Schülerinnen über Wanderer, Reisende, bis zu modernen Büromenschen. Für die einen muss er leicht sein und optimal sitzen oder genug Fächer für das Hab und Gut bereithalten, für die anderen muss er einfach gut aussehen und das richtige Logo präsentieren.
Als einer der ersten dürfte Ötzi, "der Mann aus dem Eis", mit einem Rucksack herumgelaufen sein. Jedenfalls hat man bei der Mumie einen der ältesten erhaltenen gefunden: Vor mehr als 5000 Jahren baute sich Ötzi eine Art Kraxe aus Holz, Leder und Schnüren.
Lange im Krieg verwendet, unter anderem in der Schlacht von Waterloo, entwickelte sich der Rucksack im frühen 20. Jahrhundert weiter, als ein amerikanischer Bergsteiger Reißverschlüsse hinzufügte und damit schwere Riemen und Schnallen ersetzte. Und ein italienisches Luxusmodehaus hat dem Rucksack mit dreieckiger Metalllogoplatte schon in den 1980er Jahren zum Statussymbol gemacht.
Seither hat sich der Rucksack von einem puren Nutzgegenstand zu einem Ausdrucksmittel von Identität und Style entwickelt. In dieser Fogle erkunden wir die Kulturgeschichte des Rucksacks und fragen, warum Outdoor-Mode derzeit so beliebt ist.

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