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Outfit. Was wir tragen und warum (3)

Der Huipil

Der Huipil ist eine tunika-artige Bluse, rechteckig oder quadratisch, die aus Zentralamerika stammt. Hierzulande kennt man den Huipil vor allem wegen der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo. Sie hat Ende der 1920er Jahren die Tracht der mexikanischen Stadt Tehuantepec zu ihrem Markenzeichen gemacht. Den Huipil, das Oberteil der lokalen Tracht, gibt es meist in kräftigen Farben, er ist je nach Region mit geometrischen oder Blumenmustern bestickt.
Der Huipil stammt aber aus der Zeit vor den europäischen Kolonisatoren, das Wort stammt aus dem nahuatl und bedeutet: eine Tunika aus zwei Stoffbahnen für Frauen. Die eckige Form stammt vom Rückenriemen-Webstuhl, mit dem diese Stoffe traditionell hergestellt werden. Der Huipil spielt bis heute in indigenen Gemeinschaften Zentralamerikas eine Rolle, zum Beispiel zu Festtagen. Die Kleidungsstücke werden dort oft noch händisch hergestellt.
In der Haute Couture ist die mexikanische Tracht in den 2010er Jahren aufgegriffen worden, die Geschichte ist eher unrühmlich für die Modeindustrie: die Designerin Isabel Marant hatte Blusen mit einem traditionellen mexikanischen Stickmuster auf dem Laufsteg gezeigt - ohne auf den Ursprung des Musters hinzuweisen. Sie musste sich später bei den indigenen Gemeinschaften entschuldigen. Und: Mexiko hat seitdem als erstes Land weltweit ein Gesetz verabschiedet, das das geistige Eigentum indigener Völker schützt.

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