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Womit wir in Zukunft heizen (1)

Heizen in der Vergangenheit

In Zukunft werden wir effizienter, nachhaltiger und mit weniger fossilen Energieträgern heizen als bisher. An Bedeutung gewinnen werden hingegen Wärmepumpen, erneuerbare Energien und innovative Heizsysteme. Dadurch soll in den kommenden Jahrzehnten eine nachhaltige Wärmeversorgung entstehen, die Kosten gesenkt und Ressourcen geschont werden.

Lange Zeit wurde fast ausschließlich mit Holz und Holzkohle geheizt. Abgesehen von römischen Fußbodenheizungen wurde die Wärme dabei nur in jenem Raum erzeugt, in dem das offene Feuer loderte. Geschlossene Öfen reduzierten später die Brandgefahr. Obwohl die Warmwasserheizung bereits 1716 erfunden wurde, hat sich dieses dezentrale Heizsystem erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts gesetzt.

Damals war die Kohle der dominierende Brennstoff. Sie wurde nicht nur in den Fabriken eingesetzt, sondern auch in den immer größer werdenden Wohn- und Verwaltungsgebäuden. Um sie im Winter warm zu halten, wurde viele geheizt, weshalb große Mengen an Rauch und Ruß emittiert wurden. Die stickige, übelriechende Stadt voller Feinstaub führte zu einem Anstieg von Lungenkrankheiten, an denen viele Menschen starben.

Erst ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts wurden mehr und mehr Zentralheizungen eingebaut - vor allem in öffentlichen Gebäuen, später auch in Wohnhäusern. Dennoch blieb die Kohle als Heizmaterial bis nach dem 2. Weltkrieg dominant. Weil Ölheizungen leichter zu bedienen waren und weniger Ruß erzeugten, gewannen diese aber mehr und mehr an Bedeutung. Ab der Mitte des 20 Jahrhunderts kamen auch Gasheizungen, und später auch elektrische Heizungen hinzu. Damit lösten zentrale Wärmelieferanten die Heizung in den eigenen vier Wänden teilweise ab. Durch diese Systeme, aber auch durch die Nutzung der Abwärme von Industrie- und Kraftwerksanlagen ging die Luftverschmutzung in den Städten deutlich zurück. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts kamen schließlich moderne, energiesparendere Heizsysteme auf.

Gestaltung: Andreas Wolf

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